Mindset im Training - "Controlled Aggressive"

Wie würdet ihr eure mentale Einstellung im Training beschreiben?

Ich finde dieses Thema ziemlich interessant und relevant, da es in meinen Augen viel Auswirkung auf die Intensität und den Fokus hat und aus diesen Aspekten wiederum eine bessere oder schlechtere Trainingsleistung resultiert. 

Um das optimale "Mindset" im Training soll es deshalb im heutigen Artikel gehen. 

 

mentale Einstellung im Training

Ein Blick durch's Gym und man erkennt gleich, wer "ernsthaft" trainiert. Es handelt sich dabei um schätzungsweise 10% der anwesenden Personen. Gerade der Anteil an Frauen ist dabei leider sehr gering.

 

Es wird mal nebenbei ein bisschen an der Maschine rumgedrückt, dann wieder ein paar Minuten aufs Smartphone geguckt, bevor es wieder mit dem nächsten laschen Satz weiter geht. Blickt man diesen Personen ins Gesicht, erkennt man weder Schweiß noch großartige Gesichtsregungen. Ich glaube fest daran, dass dieser fehlende Fokus und die fehlende Intensität unter anderem den größten Einfluss auf die - in dem Fall kaum vorhandenen - Fortschritte und Trainingserfolge hat. Entweder ich trainiere, oder ich lasse es bleiben. Aber bitte nicht so etwas Halbgares.

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Sei "Controlled Aggressive"!

Stattdessen sollte man meiner Meinung nach mit vollem Fokus in jeden Satz rein gehen. Der Schweiß muss tropfen, das Gesicht ist wutverzerrt und rot. Man soll an nichts denken, außer daran, das Gewicht zu bewegen. Alles andere ist völlig egal in diesem Moment. 

 

Das heißt natürlich nicht, dass man sich die gesamte Zeit im Gym komplett abschottet und mit niemandem redet. Aber man muss den "Skill" erlernen, auf Knopfdruck umzuschalten.

 

Beispielsweise unterhält man sich mit jemandem und macht eventuell ein paar Späße, etc. Sobald aber der nächste Satz ansteht, hört man gefälligst damit auf und macht sich innerlich schon mal bereit, fokussiert sich und bringt sich ein bisschen "in Wallung", beispielsweise durch Gedanken wie "okay, jetzt geht's gleich los, gleich wird's hart, komm auf jetzt!!"

 

Das klingt banal, aber wirkt in Verbindung mit Koffein wahre Wunder. Sodann schreitet man zur Hantel, bringt sich in Position und geht den Satz wütend, aber fokussiert an. Das meine ich mit "Controlled Aggressive": Aggressivität kanalisieren und auf genau diesen Satz, der gleich folgt, lenken und trotzdem fokussiert bleiben und dadurch die möglichst perfekte Technik beibehalten! 

Also ist nicht gemeint, komplett auszurasten, sondern die Kontrolle und Technik beizubehalten.

 

Diese Einstellung bringt meiner Meinung nach sehr viel. Ich schaffe es nicht immer sie an den Tag zu legen, aber ich versuche es.

 

Musik

Was mir sehr dabei hilft, das soeben beschriebene "Mindset" umzusetzen, ist zweifelsfrei Musik. Wenn ich meine Kopfhörer zu Hause vergesse, wird das Training nur halb so gut. Ohne Musik auf den Ohren kommt man einfach nicht so in die "zone". Empfehlen kann ich Songs, wie "Firestarter" von Prodigy, die einen so richtig "peitschen". Darauf achten sollte man in jedem Fall, dass es Songs sind, die einen antreiben.

 

Nachmittagsmüdigkeit besiegen

Ein weiteres Problem ist die große, alles ummantelnde Müdigkeit, die mich und vermutlich viele andere auch an einem ganz normalen Arbeitstag umhüllt. Nach der Arbeit sitze ich in der S-Bahn und muss aufpassen, nicht auf der Stelle wegzupennen. Ich will dann nur ins Bett, fahre aber ins Training, weil ich weiß: sobald ich da bin, mich bewege und ca 400mg Koffein getankt habe, legt sich die Müdigkeit. Und nach dem Training fühle ich mich dann deutlich vitaler und angenehm erschöpft.

 

Für den Einstieg in die Welt des Krafttrainings und der Trainingsplanung kann ich euch folgende Lektüre nur an's Herz legen:

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