Sparen im Kleinen - Das tägliche Mittagessen anstatt Tages- und Festgeldvergleich

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Quelle: pixabay

Mir war heute danach, meinen ersten Beitrag im Bereich „Sparen“ zu verfassen. Heute soll es um's tägliche Mittagessen an Arbeitstagen gehen.

 

In der Kantine meines Arbeitgebers gibt es täglich drei Gerichte, das erste kostet um die 3€, das zweite um die 4€ und das dritte und meistens leckerste meist 5€. Oftmals handelt es sich um ein Fleischgericht mit Soße und Reis oder Nudeln. Darauf möchte ich jedoch gar nicht weiter eingehen, da dies eher ein Thema für den Bereich „Ernährung“ in der Sport/Ernährungssparte dieses Blogs wäre.

 

Ich mache gerne simple Rechnungen, um zu sehen, wie viel mich mein Konsum in einzelnen Bereichen langfristig kostet. Oftmals wird ja bei kleineren Ausgaben nicht so genau hingeschaut und es wird vergessen, dass sich kleinere, aber regelmäßige Ausgaben oftmals erheblich aufsummieren im Laufe der Zeit. Genau überlegt und gerechnet wird meist nur bei größeren Ausgaben jenseits der 100€. Dabei weiß eigentlich jeder, dass Kleinvieh auch Mist macht. Es wird von den meisten Leuten trotzdem nicht sonderlich beachtet, so zumindest mein Eindruck.

 

Eine simple Hochrechnung

Wir nehmen als Durchschnitt einmal das mittlere Mittagessen für 4€ an und rechnen dazu noch einen Kaffee / Getränk für 1,50€ dazu, landen also bei einem Mittagessen für 5,50€.

 

Als Alternative stellen wir ein selbst in die Kantine mitgebrachtes Mittagessen gegenüber. Das kann entweder etwas vom Abendessen des Vortages sein oder Brote, Müsli etc. Beispielsweise vier Scheiben Brot mit Hähnchenbrustfilet und Käse, dazu einen Apfel, da das Ganze in etwa vergleichbar ist mit der Kalorienmenge, die man für das Kantinenessen bekommt. Für etwa 500g Brot zahle ich 1,50€, für die Hähnchenbrust 1€ für 100g. Beim Käse bin ich mit 1,50€ für 200g dabei. Ein Apfel kostet etwa 30 Cent. Vier Scheiben Brot wiegen etwa 240g, vom Käse nehmen wir etwa 80g für die Brote, die Hähnchenburst nehmen wir komplett mit 100g, da die lecker ist.

 

Folgende Kosten ergeben sich also:

  • 0,48 * 1,5€ (4 Scheiben Brot)
  • 1 * 1,5€ (Hähnchenbrustscheiben)
  • 0,4 * 1,5€ (Käsescheiben)
  • 0,3€ für den Apfel

Zum Trinken gibt es gutes Münchner Leitungswasser 

 

SUMME: 3,12 €

 

Somit ergibt sich eine Differenz von etwa 2,4€, die wir bei letzterer Variante sparen. Zusätzlich ist unser eigenes Essen tendenziell gesünder (v.a. wg. mehr Ballaststoffen im Vollkornbrot als im weißen Reis der Kantine).

 

Nun gilt es, diese Differenz von 2,4€ hochzurechnen. Folgende Vergünstigungen und Ersparnis ergibt sich:

  • in 1 Woche: 12€ gespart

  • in 1 Monat: ca. 48€ gespart

  • in 1 Jahr: ca. 528€ gespart (nur 11 Monate statt 12 gerechnet, da 1 Monat für Urlaub & Feiertage angenommen)

Es können also etwas über 500€ im Jahr durch das Mitbringen von eigenem Essen, das oftmals auch noch gesünder ist und länger satt macht, gespart werden. Wenn man überlegt, dass man auf einem Tagesgeldkonto momentan etwa 0,7% Zinsen erhält ist das eine Hausnummer: Lege ich 10.000€ für ein Jahr auf einem Tagesgeldkonto an, habe ich nach einem Jahr 70€ Rendite erzielt. Um die 500€ vom Mittagessen zu erreichen, müsste ich schon knapp 75.000 € für ein Jahr anlegen!

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Gedankenspiele

Solch einfache Hochrechnungen führen einem schnell vor Augen, dass oftmals eine falsche Denkweise beim Thema sparen vorhanden ist. Nach dem Motto: man überlegt tage- und wochenlang, ob man lieber dieses oder jenes Tagesgeldkonto nimmt, weil das eine ja 0,1% mehr Zinsen liefert als das andere, oder ob man doch Festgeld nehmen sollte... oder...? Und schlürft dabei genüsslich einen Coffee to Go und ein teures Mittagessen, weil man durch die ganzen Überlegungen zu den Tages- und Festgeldkonten ja keine Zeit hatte sich ein Brot zu schmieren und vergisst dabei, dass man durch das Brot schmieren am Ende des Jahres etwa das sieben bis achtfache spart (500€ v.s. 70€) im Vergleich zu egal welchem Tagesgeldkonto, auf das man 10.000€ einzahlt. Selbst wenn man nur an zwei bis drei Tagen sein eigenes Brot mitbringt und an den anderen Tagen das Kantinenessen kauft, ergibt sich noch ein deutlicher Unterschied.

 

Hinzu kommt noch der Faktor, dass – zumindest ganz klar bei mir so – ein belegtes Brot und ein Apfel deutlich weniger ermüden als mittags etwas warmes zu essen. Esse ich mittags warm, ist der Rest des Tages konzentrationsmäßig gelaufen. Doch das wäre wieder ein Thema für den Fitnessbereich dieses Blogs...

 

Einfach mal darüber nachdenken.... :-) Für Einsparungen bei den Fixkosten, checkt auch meine Tarifrechner ab!

 

Für unterwegs gibt's auch keine Ausreden mehr, seit es so praktische "to-go"-Produkte, wie beispielsweise den Müslibecher-to-go mit isoliertem Milchkühlfach gibt. Zudem ist das auch gesünder als das Kantinenschnitzel oder der Döner ;-)

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