Weihnachtsstress? Nicht mit mir!

Nicht mehr lange und die für viele Menschen schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Die Luft ist kühl und klar, es duftet vielerorts nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Der Weihnachtszauber ist allgegenwärtig. Man lümmelt sich auf der Couch mit einem heißen Tee (Geschmacksrichtung Adventszauber) und freut sich, ein warmes Dach über dem Kopf zu haben. Ein warmes Dach über dem Kopf... und gleichzeitig surft man schon mal auf Amazon, um Weihnachtsgeschenke für die Liebsten zu finden.

Oder man macht es sich nicht so bequem und stürzt sich in den Einkaufswahnsinn, der um die Weihnachtszeit zu Tage tritt. Vollgestopfte Einkaufszentren und Geschäfte, hektisches Treiben und jeder versucht, noch alle Besorgungen vor den Feiertagen zu erledigen.

 

Bequem alle Geschenke in den Amazon-Warenkorb zu schmeißen oder hektisch durch Einkaufszentren zu rennen ist aber keineswegs alternativlos. In diesem Artikel möchte ich meine Gedanken zum Thema Konsum und Weihnachten erklären und eine nette Alternative zu Amazon und Einkaufszentren nennen.  Außerdem gehe ich darauf ein, was ich mir wünsche und wieso dieser Wunsch seit Jahren derselbe ist. 

 

Variante 1: Gar nichts schenken

Wie wäre es denn mal damit, gar nichts zu schenken? Niemandem irgendetwas! Das ist unbarmherzig? Finde ich eigentlich gar nicht.

Worum geht es denn am Weihnachtsfest? Ich spreche nicht von den religiösen und historischen Hintergründen, sondern worum es für einen persönlich geht. Das ist doch wohl, dass das Weihnachtsfest ein Anlass ist, um mit seiner Familie zusammenzukommen, gut zu speisen, zu reden und ein wenig die weihnachtliche Atmosphäre zusammen zu genießen. Denn wie oft im Jahr kommt sonst die ganze Familie zusammen? Vielleicht ein- bis zweimal.

 

Bevor man dann im Vorfeld krampfhaft versucht, irgendwo irgendwas zum Schenken zu finden, sollte man es doch lieber gleich lassen. Wenn einem eine tolle Sache zufällig für jemanden einfällt, dann kann man sie natürlich schenken. Aber das Zwanghafte, nach dem Motto „oh, ich MUSS noch Geschenke für diese und jene Person finden!“ finde ich bedenklich.

Am ehesten finde ich das zwanghafte Schenken noch bei Kindern in Ordnung. Die freuen sich nun mal wie Schneekönige auf das Fest und ihre Geschenke und man kann ihnen noch eine richtig große Freude damit machen (sie können sich das Zeug ja auch nicht selbst kaufen, weil sie kein Geld verdienen). Aber auch hier finde ich Reizüberflutung durch Geschenkeberge sehr falsch. Die Kleinen wissen sonst ja gar nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht und werden völlig überdreht. Dann lieber zwei oder drei ausgewählte, spannende Geschenke.

 

Meine Frau und ich schenken uns schon lange nichts mehr. Ein Glück! Wenn ich von anderen höre „ich MUSS noch ein Geschenk für meine Freundin finden“, dann bin ich immer sehr froh, dass ich mich damit nicht beschäftigen MUSS. Wir ziehen das nichts Schenken nämlich auch konsequent durch. 

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Variante 2: Gutes Schenken

Eine interessante Alternative sind auch Charity-Geschenke wie sie beispielsweise die Hilfsorganisation OxfamUnverpackt anbietet. Ihr könnt dort Dinge wie eine Ziege, ein Kalb, Trinkwasser für 50 Menschen oder Honigbienen kaufen. Diese erhaltet ihr natürlich nicht wirklich, sondern ihr unterstützt mit eurem Kauf entsprechende Projekte, die anderen Menschen zu Gute kommen. Ihr erhaltet eine nette Karte, die euch euren Kauf (z.B. eine Ziege) bestätigt. Diese Karte ist dann das Geschenk. Ich halte das für eine sehr sinnvolle und auch lustige Geschenkidee, über die man nachdenken sollte. Damit tut man den Leuten etwas Gutes, die möglicherweise nicht das eingangs erwähnte „warme Dach über dem Kopf“ haben. 

 

Hier kommt ihr direkt zu den Weihnachtsgeschenken von OxfamUnverpackt:

Weihnachtsgeschenke - OxfamUnverpackt

Was wünsche ich mir?

In den letzten Jahren habe ich mir nichts Materielles mehr gewünscht. Einerseits einfach deshalb, weil ich nichts benötige. Wenn ich jetzt kurz ein Brainstorming zum Thema Weihnachtswünsche machen soll, fällt mir auch in diesem Jahr nichts ein. Zu den technischen Geschenken: ein Smartphone, einen Laptop und einen Fernseher besitze ich bereits. Mehr Schnickschnack und Spielereien interessieren mich nicht. Für mein Hobby (Kraftdreikampf) besitze ich genug Kleidung und Equipment (Bandagen, Gürtel, Schuhe, Kopfhörer, Bänder, Knieschoner etc.). Auch abseits dieser Aspekte fällt mir nichts weiter ein... Parfum? Brauche ich nicht, bzw. stört es mich nach einer Weile immer. Haushaltsgeräte? Habe eigentlich alles.

 

So geht es mir im Grunde seit mehreren Jahren. Aus diesem Grund wünsche ich mir seit Jahren das Wichtigste: Gesundheit.

Jetzt mal ehrlich, was gibt es wichtigeres als gesund zu sein und zufällig in einer Region auf der Welt zu leben, in der man sich im Grunde keine großen Sorgen machen muss. Es gibt für jeden genug zu essen und zu trinken, es herrscht kein Krieg. Es gibt wohl nur sehr wenige Regionen auf der Welt in der es einem besser geht als hier in Deutschland. Noch dazu bin ich gesund, psychisch sowie physisch. Ich denke, dass viele Menschen das einfach für selbstverständlich nehmen. Ich versuche mir aber immer wieder vor Augen zu halten, dass es das nicht ist. Das ist gar nicht so leicht, da Menschen dazu tendieren das was sie bereits haben als selbstverständlich ansehen. Oftmals merkt man erst, dass man eine Sache viel zu wenig wertgeschätzt hat, wenn sie weg ist. Die Gesundheit ist dafür denke ich das beste Beispiel.

 

Wie oft nörgeln wir herum wegen irgendwelcher Nichtigkeiten wie eines verspäteten Zuges oder der langen Wartezeit beim Arzt. Im Grunde ist diese Verhaltensweise anmaßend. Wir haben das Wertvollste, was man sich auf der Welt wünschen kann: Wir leben in einer sicheren Region, haben genug zu essen und zu trinken und sind gesund. That's it. Alles was darüber hinausgeht ist nur ein Bonus. Dem größten Teil der Menschen auf dieser Welt geht es vermutlich schlechter als uns.

 

An diese Denkweise muss ich mich selbst immer wieder erinnern, da ich selbst auch dazu tendiere, über Kleinigkeiten zu nörgeln. Wenn man sich die oben genannte Denkweise aber einimpft, kann man sich natürlich über mehr kleine Dinge freuen und ist viel weniger enttäuscht, wenn irgendetwas mal nicht so gut läuft. Wenn man so denkt, dann tut man sich einen großen Gefallen und sieht viele Dinge entspannter und weniger kritisch.

 

Und so ist auch in 2016 mein Wunsch: weiterhin Gesund bleiben. :-)

 

Wie seht ihr diese Thematik? Schreibt es mir gern in die Kommentare.

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