Update meines Portfolios

Nach meinem ersten Artikel vor einiger Zeit in dieser Kategorie (hier nachlesen), in dem ich insbesondere auf die Depoteröffnung für meine ETFs sowie meine geplante Strategie eingegangen bin, möchte ich nun ein kleines Update über mein Gesamtportfolio geben.

 

Die ETFs laufen inzwischen knapp zwei Monate, ich habe bislang zweimal investiert. Zusätzlich haben sich zwei Änderungen, oder besser gesagt Ergänzungen für mein Gesamtportfolio ergeben, auf die ich auch noch eingehen möchte.

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Entwicklung der ETFS

Um das eingangs direkt zu sagen: Die bisherige Entwicklung meiner ETFs seit Anfang Oktober ist mir relativ schnurzegal und das sollte sie auch sein. Wie ich in verschiedenen Artikeln bereits dargelegt habe, geht es beim passiven Investieren um „buy and hold“. Im Grunde braucht man die Kurse nicht einmal wirklich oft kontrollieren, da sie kurzfristig gesehen völlig irrelevant sind. Was zählt ist die durchschnittliche Rendite über 15 – 20 Jahre. Das Geld soll in den ETFs bleiben und möglichst nicht durch Verkäufe herausgenommen, also möglichst nicht benötigt werden, sondern einfach dort arbeiten. Nicht umsonst heißt es: Passives Investieren ist wie Farbe beim Trocknen zusehen. Der offensichtliche Vorteil ist eben: Man kann seine Zeit mit anderen schönen Dingen des Lebens verbringen, anstatt sich dauernd Unternehmensberichte und Aktienkurse zu Gemüte zu führen. Über die Wichtigkeit das Geld dauerhaft in den ETFs zu belassen und nicht auf dieses zwingend angewiesen zu sein, habe ich bereits hier geschrieben. 

 

Das muss man sich immer wieder vor Augen führen, wenn man passiv in ETFs investiert: Was kurzfristig passiert, darf dich nicht jucken! Es gibt immer ein kurzfristiges Auf und Ab, der langfristige Durchschnitt ist das, was zählt! Ich sage das so deutlich, weil das für Anfänger wie mich wirklich nicht so leicht zu akzeptieren ist. Ich selbst schaue schon ein- bis zweimal pro Woche in die Kurse meiner ETFs, aber hauptsächlich auch einfach aus Interesse und weil ich die Seiten sowieso immer im Browser auf dem Smartphone geöffnet habe.

 

Doch zurück zum Thema. Insgesamt lässt sich die Entwicklung bei mir wie folgt beschreiben: MSCI World und STOXX Europe 600 haben sich positiv entwickelt, der MSCI Emerging Markets negativ. Insgesamt ist der Depotwert also gestiegen, da die Steigerungen der ersten beiden ETFs den negativen Verlauf des Emerging Markets aufgefangen und darüber hinaus überflügelt haben.

Außerdem gab es eine erste kleine Ausschüttung von knapp 4 € für den MSCI Emerging Markets. Das ist nur erwähnenswert, weil es meine erste Ausschüttung war und ich folglich erstmals mitbekommen habe, wie das abläuft (unspektakulär).

 

Was jedoch viel wichtiger für die langfristige Entwicklung ist: Ich habe Anfang November noch einmal „nachinvestiert“ und somit macht der ETF-Anteil am Gesamtportfolio nun etwa 12% aus (siehe auch Abbildung „Asset-Allokation“ weiter unten). In einem anderen Artikel hatte ich bereits beschrieben, dass ich eine Aufteilung von 40% in risikobehafteten und 60% in risikoarmen Bereichen (Tagesgeld, Festgeld, Bausparer etc.) anstrebe. Die kommenden Monate wird also noch weiter zu Gunsten der ETFs nachgefeuert. 

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Neu im Portfolio: Termingeld, P2P-Kredite und Dividendentitel

Was andere Bereiche des Gesamtportfolios betrifft, so habe ich mich doch noch dazu durchgerungen, ein Tagesgeldkonto, besser gesagt ein Termingeldkonto, zu eröffnen. In diesem Artikel habe ich bereits dazu berichtet. Es handelt sich um ein Termingeldkonto bei der abcBank mit 90-tägiger Kündigungsfrist und immerhin noch einer jährlichen Verzinsung von 0,85% (Stand November 2016). Auf dieses habe ich einen Anteil von knapp 13% des Gesamtportfolios übertragen und lasse es dort schlummern. Dabei habe ich die Hoffnung, dass ich, wie auch bei den ETFs, nicht gezwungen sein werde, in absehbarer Zeit darauf zuzugreifen, sondern das Geld dort einfach arbeiten lassen kann. Dieses Konto bei der abcBank ist nun also auf den Abbildungen weiter unten aufgelistet.

 

Zusätzlich seht ihr im unten stehenden Diagramm und der Abbildung zur Asset Allokation auch, dass eine weitere Kategorie neu ist: Drei verschiedene P2P-Plattformen sind dort nun gelistet, jeweils mit einem sehr geringen Anteil. Ich habe mich in den letzten Wochen mit dem Thema beschäftigt: Ein paar Artikel gelesen, ein paar Videos dazu auf YouTube angesehen und einige Infos aus einer WhatsApp-Gruppe erhalten und mich dann entschlossen, diese interessante Methode der Kreditvergabe einmal zu testen. Bei P2P (peer-to-peer)-Krediten geht es um Kredite von Privatperson zu Privatperson. Mehr möchte ich dazu jedoch in einem eigenen Artikel schreiben, da dies an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde.

 

In jedem Fall habe ich Geld auf die drei P2P-Plattformen Twino, Mintos und Bondora zu gleichen Anteilen überwiesen. Im Diagramm seht ihr, dass dieser Anteil sehr gering ist (etwa 2% vom Gesamtportfolio), weil ich das Prinzip erst einmal einige Zeit lang testen möchte. Das Ganze bringt mir noch ein wenig mehr Diversifikation ins Portfolio, was immer gut ist. Außerdem ist es ein interessanter Ansatz. Innerhalb der drei Plattformen werde ich die Investitionen jeweils breit streuen auf etwa 50 Kredite, sodass Kreditausfälle nicht so sehr ins Gewicht fallen. Ich diversifiziere also einerseits durch mehrere Plattformen und zusätzlich durch breite Kreditstreuung innerhalb der verschiedenen Plattformen. Ich bin gespannt, wie sich dieser kleine Portfolioanteil entwickeln wird. In meiner Asset-Allokation in der Software „Portfolio Performance“ habe ich die P2P-Kredite als eigenen Punkt eingetragen (s. Abbildung „Asset-Allokation“), weil ich ihn natürlich nicht als risikoarmen Teil betrachte, aber auch getrennt vom ETF-/Aktien-Portfolio eingliedern wollte. 

 

Zudem habe ich mir 7 Dividendentitel ins Depot geholt. Diese machen etwa 25-30% des risikobehafteten Portfolioteils aus, die restlichen 70-75% bestehen weiterhin aus den ETFs. Durch die ETFs streue ich sehr breit und habe auch viele "Graupenunternehmen" im Boot. Durch die Dividendenaktien möchte ich bestimmte, sehr "standhafte" und bewährte Unternehmen noch ein wenig übergewichten. Dies sind aktuell BMW, BASF, Bayer, Procter & Gamble, Pfizer, Cisco Systems sowie Coca Cola zu jeweils gleichen Anteilen.

 

Wieso genau ich diese Titel wähle und weshalb ich es nicht ausschließlich bei ETFs belasse, dazu mehr in einem zukünftigen Artikel.

 

Pläne für die nächste Zeit

Mit dem Termingeld der abcBank, den 7 Dividenden-Aktien und den drei P2P-Plattformen ist jetzt aber wirklich einmal genug Streuung und Optimierung betrieben worden. Ich habe zwar über alles noch einen guten Überblick (dank der Software „Portfolio Performance“, die mir auch das tolle Diagramm unten liefert), aber im Moment bin ich, so denke ich, ausreichend sinnvoll aufgestellt.

 

Aktiv werden also einfach die nun vorhandenen Bereiche weiter bespart, vornehmlich die ETFs, da diese wie unten zu sehen ist noch etwas hinterher hinken ("Aufteilung" v.s. "IST %" in der zweiten Abbildung unten). Im Bereich P2P werde ich sehen, wie sich das ganze entwickelt und dann gegebenenfalls den aktuell sehr geringen Anteil von etwa 2% des Gesamtportfolios etwas aufstocken. 

Portfolio Investieren ETF Finanzen Sparen Börse Aktien Dividenden
Zusammensetzung Portfolio Dezember 2016
Investieren Asset-Allokation
Asset-Allokation Dezember 2016: "Aufteilung" = angestrebter Anteil; "IST %" = aktueller Anteil

Wie sieht euer Gesamtportfolio aus? Worauf setzt ihr? Würde mich über Kommentare und weitere Empfehlungen freuen! Natürlich auch über das „Liken“ und „Teilen“ des Artikels über die unten stehenden Buttons ;-) 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dewey Magby (Donnerstag, 02 Februar 2017 14:38)


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