Ein völlig anderes Thema

Demenz Alzheimer Krankheit Angehörige
Quelle: pixabay

Heute soll es um etwas völlig Anderes gehen als sonst – und doch hängt es mit einem meiner früheren Artikel zusammen.

 

Ich möchte über einen ganz bestimmten Verein berichten, der es sich zum Ziel gesetzt hat, einer weit verbreiteten Erkrankung in gewisser Weise den Mittelfinger zu zeigen und den Betroffenen und Angehörigen zu vermitteln, dass die Erkrankung keineswegs ein Hindernis für viele schöne Dinge des Lebens darstellt.  

Wikipedia definiert diese in verschiedensten Formen auftretende Erkrankung als „psychiatrisches Syndrom, das bei verschiedenen degenerativen und nicht-degenerativen Erkrankungen des Gehirns auftritt.“ Es kommt dadurch zu „Defiziten in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten“, woraus eine „Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen“ resultiert.

 

All diesen genannten Defiziten entgegenzuwirken und zu zeigen, dass schöne Momente trotz allem erlebbar sind, schafft der Verein, von dem ich im Folgenden genauer berichten werde.

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Habt ihr die Krankheit erraten?

Ich rede von Demenz.

Fast 1,6 Millionen Menschen sind in Deutschland in irgendeiner Art von Demenz betroffen und es kommen knapp 300.000 Neuerkrankungen pro Jahr hinzu. Man nimmt an, dass sich die Zahl der Erkrankten aufgrund der Bevölkerungsentwicklung bis 2050 mit 3 Millionen Menschen sogar fast verdoppeln wird. In überwiegender Mehrheit tritt die Krankheit nach dem 65. Lebensjahr ein. Auf die unter 60-jährigen entfallen nur etwa 2% der Erkrankungen.  

 

ALzheimer Demenz Krankheit Symptome Anteil Männer Prävention
Quelle: Deutscher Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die häufigsten Formen der Demenz sind die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Krankheit, eine Demenz bei Morbus Parkinson sowie die Frontotemporale Demenz. Darunter macht die Alzheimer-Krankheit jedoch mit knapp zwei Drittel den größten Teil aus.

 

Alzheimer-Krankheit

Es kommt zu Eiweißablagerungen im Gehirn. Bei dieser Form der Demenz treten Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit auf.

 

Vaskuläre Demenz

Es kommt aufgrund von Durchblutungsstörungen des Gehirns zu einem Absterben von Nervenzellen. Je nach Ausmaß dieses Prozesses fällt die Demenz stärker oder schwächer aus. Als Risikofaktor gilt hier insbesondere Bluthochdruck. Hier kommt es im Vergleich zur Alzheimer-Erkrankung tendenziell weniger zu Gedächtnisstörung, sondern vermehrt zu Verlangsamung, Denkschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen.

 

Lewy-Körperchen-Krankheit

Sie ähnelt stark der Alzheimer-Krankheit und resultiert aus Einschlüssen von Lewy-Körperchen in den Nervenzellen des Hirnstamms. Bei den Betroffenen kommt es zu Gedächtnisstörungen und zu Halluzinationen. 

 

Morbus Parkinson

Durch das Absterben von Hirnarealen im Kopf, die den Botenstoff Dopamin produzieren, kommt es in der Folge zu Symptomen wie einer Verlangsamung der Bewegungsabläufe und einer Störung der Feinmotorik. Auslöser können aber auch ein Schlaganfall oder Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Auch ist oftmals ein charakteristisches Zittern zu beobachten. Die Krankheit verläuft meist langsam über mehrere Jahre.

 

Frontotemporale Demenz

In diesem Falle kommt es zu einem Abbau von Nervenzellen zunächst im Fronto-Temporal-Lappen des Gehirns. Betroffene sind vermehrt aggressiv, taktlos oder teilnahmslos. Im späteren Verlauf können sich Sprachstörungen entwickeln. Außerdem kann es zu Gedächtnisstörungen kommen, jedoch weitaus weniger stark als bei der Alzheimer-Krankheit.

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Puh, klingt erstmal ziemlich happig. Wir selbst können dieser Entwicklung teilweise durch eine gesunde Lebensweise (viel Bewegung, gesunde Ernährung und Aufgaben, die uns fordern) entgegenwirken. Doch spielt eben schlichtweg das Alter auch eine sehr große Rolle – und vor diesem sind wir nicht gefeit.

 

Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg

Umso schöner ist es deshalb, dass es Vereine wie beispielsweise die Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg e.V. gibt.

Es handelt sich bei ihr um eine Selbsthilfeorganisation, die Menschen mit Demenz, aber auch – und das ist sehr wichtig – ihren Angehörigen zur Seite steht. Denn es geht nicht nur um den Erkrankten selbst. Zu sehen und zu erleben, wie der Partner oder ein naher Angehöriger sich psychisch und physisch verändert, ist mitunter nur sehr schwer zu verkraften. Das Motto der Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg lautet deshalb nicht umsonst: „... für Menschen mit und ohne Demenz“.

 

Neben der Öffentlichkeitsarbeit, Fachvorträgen und Informationsveranstaltungen organisiert der Verein auch Aktionen wie Wanderungen und Tanzveranstaltungen.

Hinsichtlich des Themas „Tanzen“ konnte der Verein Ende 2016 sogar einen großen Erfolg feiern: Das Projekt „Wir tanzen der Demenz davon“ wurde mit dem 1. Platz beim Bayerischen Demenzpreis 2016 ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Projektes treffen sich Paare, bei denen jeweils ein Partner an Demenz erkrankt ist.

 

Während des Tanzens wird der Moment genossen und die Krankheit vergessen. Das Projekt zeigt, dass Paare trotz der Krankheit weiterhin schöne Momente erleben können und sich keineswegs zurückziehen und sozial isolieren müssen und sollten. Im Gegenteil: Die soziale Interaktion hilft nicht nur den Betroffenen das Gedächtnis zu schulen und weiterhin am Leben teilzuhaben, sondern auch den Angehörigen, sich nicht allein gelassen zu fühlen.

 

Demenzpreis 2016 Bayern Alzheimer Betroffene Angehörige
Quelle: mainpost.de

Was hat dieser Artikel nun in der Rubrik "Sparen" zu suchen?

Es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, inwieweit dieser Artikel mit dem Thema „Sparen“ zu tun hat und im Grunde müsste er eher in die Rubrik „Investieren“ wandern. Doch wieso?

 

Ich hatte in einem früheren Artikel das Thema Kirchensteuer diskutiert. In diesem Zusammenhang hatte ich auch vorgerechnet, wie viel Kirchensteuer jährlich anfällt und wie viel sich durch einen Kirchenaustritt tatsächlich an Geld sparen ließe. Weiterhin ging es darum, wie sich das Vermögen dann entwickeln würde, wenn man das Geld statt an die Kirche in einen ETF-Sparplan investieren würde (HIER findest du den Artikel).

 

Weiterhin ging es jedoch auch darum, das durch die Kirchensteuer eingesparte Geld alternativ an andere Wohltätigkeitsorganisationen oder Vereine zu spenden, die man sich selbst aussucht und gezielt unterstützen möchte. Und genau eine solche Organisation wäre die Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg e.V.. Auf deren Website könnt ihr ganz einfach Mitglied werden und/oder die Organisation finanziell unterstützen: Jetzt Mitglied werden. Bereits mit 24 € jährlich seid ihr dabei.

 

Sagt ihr euch beispielsweise, dass euch die knapp 500 € Kirchensteuer jährlich zu viel sind, ihr sowieso aufgrund eurer eigenen Ansichten mit einem Austritt liebäugelt und stattdessen vielleicht die Hälfte, also 250 € in Wohltätigkeitsorganisationen eurer Wahl stecken möchtet? Dann wäre die Alzheimer Gesellschaft Aschaffenburg beispielsweise eine Option.

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Für weitere Infos und zum Schmunzeln

Zuletzt möchte ich euch noch folgende Lektüre ans Herz legen: Für alle, die die Krankheit besser kennenlernen und dabei trotzdem nicht auf ein Lächeln im Gesicht verzichten wollen:

 

"Das Buch von J. B. Chevalier erzählt in Episoden verständlich, humorvoll und mit einer gewissen Tragik versehen - den Alltag und das Leben mit all seinen Tücken und Vorurteilen aus der Sicht einer Familie, deren Angehörige vor Jahren an Demenz erkrankten. Lachend tauchen Sie ein in den Strudel des Vergessens und finden scheinbar nicht mehr heraus ..."

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