Mein Weg in die finanzielle Freiheit - Blogparade fyoumoney.de

Beitrag im Rahmen der Blogparade bei fyoumoney.de

 

Mein Weg in die finanzielle Freiheit hat erst vor kurzem begonnen, nämlich eigentlich erst genau vor einem Jahr mit Beginn meines ersten festen Jobs. Allerdings habe ich dank meiner Frau, die mir in puncto Sparen einen Schritt voraus war, schon vor Beginn des ersten Jobs Vermögen aufbauen können. Mein Schwiegervater hat immer während unserer Studentenzeiten gesagt: „Wie könnt ihr nur als Studenten ohne großes Einkommen überhaupt so viel Geld haben?“.

Die Frau wusste es schon früher

Beginnen wir somit bei meiner Frau, die wie gesagt mir einen Schritt, sogar einen Großen, voraus war. Denn hier kommt wieder mein Schwiegervater ins Spiel ;) Während die meisten Kinder nicht groß mit finanziellen Themen und Geld konfrontiert werden, wurde dies meine Frau durch ihre Eltern tagtäglich. Ihr wurde kein Geld für den Schulbäcker gegeben wie bei 90 Prozent der Mitschüler, sondern immer brav das Pausenbrot geschmiert.  Bei Besuchen in Restaurants hieß es dann, iss auf, denn es ist zu teuer, um es zurück gehen zu lassen (Einpacken geht aber auch nicht, das wäre ja peinlich^^). Wurde mal wieder ein neues (altes) Wohnmobil angeschafft, war der Preis auch kein Geheimnis, aber is´ ja langfristig gesehen billiger als mit dem Flieger! Klamotten wurden auch nur alle paar Monate geshoppt. Man muss aber dazu sagen, dass in ihrem 800 Seelendorf wirklich - abgesehen von einem Metzger - null Einkaufsmöglichkeiten vorhanden waren (nicht mal einen Bäcker gab es). Wie sollte die Gute denn lernen, wie man Geld ausgibt?! ;) 

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Das Rüstzeug zum Geldsparen wurde ihr also schon von Kindesbeinen an eingeimpft. Dazu kam noch das Einkaufsverhalten der Oma. Oma kaufte alles mindestens dreimal. Damit haben wir einmal Sparen bis zum Umfallen auf der einen Seite und mit Sachen überschüttet werden auf der anderen Seite (Diddl-Sachen sind dank regelmäßigen Flohmarktbesuchen heute noch im Überfluss da; sollen ja wieder was wert sein: Wer was will, bitte melden ;). Diese Mischung führte dann dazu, dass Klein-Pia irgendwann erkannt hat, dass sie keine Sachen mehr geschenkt haben möchte (Madame hat auch ganz besondere Vorstellungen, wenn sie denn mal Geld ausgibt), sondern lieber Geldgeschenke bevorzugt, denn damit konnte sie sich dann was Gescheites kaufen oder wie in 99 Prozent der Fälle das Geld einfach horten.

 

Zum Glück ist Schwiegermama nicht nur sparaffin, sondern auch investitionsfreudig, so dass das eisern gehortete Geld meiner Frau schon damals angelegt wurde, was das Zeug hält. Bausparer hier, Anleihen da und -schwups- jährlich Zinsen im dreistelligen Bereich. Und das mitten im Studium, wo man ja wirklich jeden Cent gebrauchen kann und es einen schon sehr schmerzt Geld für Jahre zu investieren. Aber hat geklappt! 

 

Beim Mann kam die Erkenntnis später

Nun zu mir: Meine Eltern haben hingegen meine Geldsummen, die es zB zur Taufe, Konfi, etc gab, selbst verwaltet und mir erst später zu treuen Händen übergeben. Sie wussten schon, was ihr Spross damit anfangen würde, denn meine Mentalität war eher: Was da ist, wird auch ausgegeben. Lieber am Anfang des Monats den Festtagsbraten (in meinem Falle eher Pizza und Co. vom teuren Lieferdienst), um dafür das Ende des Monats mit Haferflocken zu überbrücken.

 

Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert, war nicht so meine Devise. Hätte mir auch nie vorstellen können, welche enormen Auswirkungen solch ein Sparverhalten hat. Nachdem ich dann meine jetzige Frau kennenlernte, adaptierte ich ihre Einstellung zum Geld und Konsum recht schnell. Ab da haben wir dann gemeinsam den Pfennig geehrt, um uns dann zB ganz spontan eine Spülmaschine im oberen Preissegment leisten zu können ohne mit der Wimper zu zucken. Und dieses Konzept hat mich einfach überzeugt: Denn lieber geb ich nicht mehr jeden (unnötigen oder oft auch ungesunden) Gelüsten nach und kann mir stattdessen größere Anschaffungen, die mein Leben wirklich bereichern, ohne Geldsorgen tätigen.

 

Und was noch viel wichtiger ist: Durch das bereits im Studium aufgebaute Vermögen kann ich jetzt ganz realistisch davon ausgehen, nicht für immer in Vollzeit arbeiten zu müssen. Denn das Kostbarste ist für uns die Zeit, die wir miteinander verbringen können. Kein materielles Gut kann diese wertvolle Zweisamkeit ersetzen. Demnach ist unsere höchste Priorität weiter an unnützen Sachen zu sparen, dem Minimalismus so gut es eben geht zu frönen und das so gesparte Geld klug zu investieren. Gerade werden Omas Hamsterkäufe der letzten 50 Jahre ausgemistet; diese Menge an Sachen vor Augen hilft uns jetzt umso mehr wirklich nichts Unnützes mehr in der Wohnung zu horten. Hab mich sogar von meinen heiß geliebten Fußball-Trikots getrennt ;) Und wer hätte es gedacht: Es macht richtig Spaß, vor allem morgens, wenn man nicht seine T-Shirts aus einem Klamottenhaufen holen muss, sondern aus einem kleinen, schön sortierten Stapel. 

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Unser Ziel ist also, um möglichst viel Freizeit zu haben, dass wir langfristig gesehen beide in Teilzeitjobs arbeiten und ein gemeinsames Business führen, denn wir arbeiten unheimlich gerne zusammen. Ich denke, dass das mit unserer Sparmentalität und unserem vergleichsweise sehr genügsamen Lebensstil auch relativ bald realisierbar sein wird.  

 

Übrigens ist das Sparen für uns kein notwendiger Zwischenschritt zur finanziellen Unabhängigkeit, sondern unser Hobby. Es macht uns einfach Spaß! Das wird nicht jeder nachvollziehen können, muss er auch nicht ;)

Bei uns ist es außerdem so, dass wir immer mal wieder „teure“ Erlebnisse ausprobiert haben. Allerdings waren uns die Sachen einfach nie so viel Geld wert wie sie gekostet haben. Hinzu kommt der Druck, dass es ja jetzt ein ganz toller Tag werden muss, weil es ja viel kostet. Am Ende immer Enttäuschung, während man sich bei einem Ausflug mit minimalen Kosten erstens über die kleinen Dinge freut und man sich zweitens notfalls immerhin freuen kann, dass man wenigstens kein bzw. nicht so viel Geld ausgegeben hat und wir damit unserem wahren Traum einen Schritt näher gekommen sind. 

 

Unsere Grundmentalität

Der Weg zur finanziellen Freiheit sollte das Ziel sein und nicht die finanzielle Freiheit selbst. Deshalb solltest du darauf achten, dass du Spaß dabei hast. Entweder hast du Glück  und das Sparen macht dir Spaß bzw. du kennst es von Kindesbeinen so und musst dich nicht umgewöhnen oder du fängst klein an und gewöhnst dich an diesen neuen Weg langsam, indem du zB 25 Euro im Monat in einen ETF  investierst. Wie das für einen Spar- und Investitionsneuling konkret Schritt für Schritt funktioniert, erfährst du demnächst hier auf meinem Blog. 

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