[Anzeige] Buchrezension: Finanzielle Freiheit - Wie Menschen leben, die nicht mehr arbeiten müssen (Gisela Enders)

Vor einem Monat erreichte uns eine E-Mail von Gisela Enders, in der sie uns fragte, ob wir ihr Buch „Finanzielle Freiheit - Wie Menschen leben, die nicht mehr arbeiten müssen“ auf unserem Blog rezensieren möchten. Dieses Buch war uns bereits, obwohl es erst 2017 veröffentlicht wurde, durch diverse Blogs (z.B. frugalisten.de) geläufig. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass wir ein Rezensionsexemplar digital zugesendet bekommen haben.

 

Gisela Enders ist Coach, Autorin und bloggt auf finanziell-freie-menschen.de sowie Klunkerchen. In ihrem aktuellsten Buch beschäftigt sie sich im ersten Drittel mit dem Thema der finanziellen Freiheit im Allgemeinen (dazu gleich mehr). Zwei Drittel des Buches widmet sie sich anschließend Interviewpartnern, die entweder die finanzielle Freiheit bereits erreicht haben oder sie momentan anstreben. 

 

Im Vorwort erfährt der Leser, dass es keine klare Definition von „Finanzieller Freiheit“ gibt. Es kristallisieren sich jedoch zwei Punkte heraus: Zum einen bedeutet „Finanzielle Freiheit“ nicht mehr für Geld arbeiten zu müssen und zum anderen einen Lebensstil zu führen, dass Geld nicht in großem Umfang gebraucht wird. Denn finanziell freie Menschen sind sehr sparsam (z.B. füllen sie ihr Wasser unterwegs umsonst auf und geben nichts für den Toilettengang aus).

In diesen Eigenschaften haben auch wir uns wiedererkannt und mussten  beim Lesen schmunzeln, da es auf uns so zutreffend ist. Bevor wir das Buch gelesen haben, fühlten wir uns oft als Geizkrägen und haben überlegt, ob wir nicht unser Verhalten doch etwas „normalisieren“ sollten. Wenn’s aber der finanziellen Freiheit förderlich ist, dann behalten wir unser Verhalten bei, ohne uns schlecht zu fühlen. Vielmehr sehen wir es nun als Privileg an, überhaupt so sparsam sein zu können. Viele Menschen haben hingegen keinerlei Ahnung vom sparsamen Lebensstil. Das Buch, insbesondere folgendes Zitat, hat uns somit in unserem Umgang mit Geld bestärkt: 

 „Ich benutze bewusst das Wort: Genügsamkeit. Es ist genug. Ich finde, dieses Wort trifft es

besser als Sparsamkeit. Letzteres hat immer den Geschmack von Verzicht. Es wird aber

nicht verzichtet, maximal wird kritisch hinterfragt, ob diese oder jene Ausgabe notwendig

ist. Oder ob es nicht eben einfach genug ist.“

Für Menschen, die sich im Gegensatz zu uns noch nicht in der Tiefe mit dem Thema „Finanzielle Freiheit“ beschäftigt haben, eröffnet dieses Buch einen neuen Blickwinkel auf die Thematik: Unter „Finanzieller Freiheit“ stellen sich die meisten vor, dass man im Geld schwimmend an der Südsee lebt. Das Buch hilft diesem Vorurteil zu begegnen, indem es aufzeigt, dass die finanzielle Unabhängigkeit für jeden mit einem Durchschnittsgehalt realisierbar ist und was sie wirklich bedeutet (siehe dazu auch mein kostenloses E-Book).

 

Leider müssen wir in diesem Zusammenhang eine kleine Kritik am Coverbild des Buches üben: Der am Strand spazieren gehende Mann (Warum hat er zwei Paar Schuhe in den Händen?) vermittelt ein zu einseitiges Bild des finanziell freien Menschen. Das Buch zeigt aber gerade auf, dass diese Menschen nicht nur in den Tag hineinleben, sondern sich trotz finanzieller Unabhängigkeit produktiv betätigen. Für die nächste Auflage wäre womöglich ein Cover, das mehrere Aspekte der finanziellen Freiheit (Sparen, Investieren, Kalkulieren, Leben genießen) darstellt, wünschenswert. 

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Finanziell freie Menschen kaufen sich anstatt materieller Güter Zeit und Freiheit!

Angestellte Menschen sind gefangen in dem Konstrukt aus Arbeit. Sobald mehr Gehalt auf das Konto kommt, wird dieses gleich verprasst. Genau dieses Phänomen erleben wir auch in unserem Umfeld. Überlege dir stattdessen lieber, wofür du wirklich Geld brauchst. Genau diesem Thema habe ich bereits einen Artikel gewidmet, den du hier nachlesen kannst. 

 

Gisela Enders arbeitet in ihrem Buch interessanterweise heraus, dass es historisch gesehen nicht immer so war. Im alten Griechenland und im Rom der Antike war die Schulung von Geist und Körper wichtig. Das Joch der Arbeit hingegen wurde Adam von Gott als Strafe auferlegt. Die Wende kam erst mit Luther und Calvin (Arbeit zum Gefallen Gottes). In der Industrialisierung war das Arbeiten dann notwendig, weil viele Arbeiter gebraucht wurden. Heute hingegen arbeiten wir nur, weil es eben alle tun und wir in der Konsumwelt mithalten wollen.

 

Seien wir mal ehrlich: Es ist einfach angesehener zu sagen, man sei Anwältin. Da können wir aus eigener Erfahrung sprechen: Meine Frau hat immer viel Anerkennung allein schon dafür bekommen, dass sie Jurastudentin war. Diese Art von Anerkennung empfand sie zwar als nett, hat sie jedoch kaum emotional berührt.
Menschen nehmen sich unserer Meinung nach ohnehin zu wichtig. Sie denken, sie seien auch in der Arbeit unabkömmlich und bilden sich zu viel auf ihre Titel oder ihre Position im Job ein. Im Grunde kräht kein Hahn in 100 Jahren mehr nach uns Ottonormalbürgern: Wir kennen noch unsere Großeltern und was die so getrieben haben; bei den Urgroßeltern kann man hingegen froh sein, wenn noch ein Foto vorhanden ist.

Ein finanziell freier Interviewpartner im Buch wird von seiner Familie gar für arbeitslos gehalten und sie glauben, dass er sich nicht traue dies zuzugeben. So sehr ist der „normale Werdegang“ mit einem 9-to-5 Job bis zum Rentenalter in den Köpfen der Menschen verankert und so wenig herrscht Wissen und Verständnis bezüglich eines sparsamen Lebensstils in Verbindung mit klugen Investitionen.  

 

Nach dem allgemeinen Teil des Buches folgen die Interviews, in denen Gisela Enders die Motive und Gedanken von finanziell freien Menschen untersucht. Der Leser erhält dadurch Einblicke in verschiedene Vorgehensweisen und Geschichten von finanziell unabhängigen Personen oder welchen, die sich auf dem Weg dorthin befinden. Die Lebensgeschichten dieser Menschen haben uns sehr beeindruckt und waren durchweg interessant zu lesen. Dabei haben sich einige Punkte herauskristallisiert, die im Grunde allen (bis auf die ganz besonders eindrucksvolle Geschichte von Jakob) gemeinsam waren:

  • Gib jeden Monat weniger Geld aus als du einnimmst (hohe Sparrate)
  • Senke deine Lebenshaltungskosten (Verzicht auf unnötigen Konsum, Genügsamkeit, Kostensenkung von hohen Ausgabepunkten wie Auto, Wohnung, teure Urlaube, Befreiung von „Wohlstandsschrott“)
  • Schaffe ggf. nebenberuflich passive Einkommensquellen (z.B. durch E-Books, Online-Kurse, Werbung etc.)
  • Investiere das gesparte Geld (Aktien, ETFs, Immobilien) 

Positive Aspekte sind dann oftmals, dass man beim Arbeitgeber kein Bittsteller mehr sein muss, da man nicht mehr zwangsläufig von eben jenem abhängig ist (Stichwort „Fuck You Money“) und die Chance bekommt, eigenen Projekten und Interessen nachzugehen und freier über die eigene Zeit verfügen zu können.

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Fazit

Unserer Meinung nach ist das Buch absolut empfehlenswert für Menschen, die von der Thematik der „Finanziellen Freiheit“ bislang noch nichts gehört haben, aber mit ihrem aktuellen 9-to-5 Job im Angestelltenverhältnis unzufrieden sind bzw. sich nicht vorstellen können, diesen bis zum Renteneintritt auszuüben. Für diese Menschen kann das Buch ein wirklicher „eye opener“ sein und sie motivieren sich in Genügsamkeit zu üben und mit dem Investieren anzufangen, oder einfach eigene Projekte aufzuziehen. Nicht zuletzt sind dabei die Interviews sehr nützlich: Sie zeigen konkret auf, wie die finanzielle Freiheit erreicht werden kann und man in der Folge nicht mehr gezwungen ist, Zeit gegen Geld einzutauschen.

 

Doch auch für uns, die sich selbst bereits viel mit der Thematik beschäftigt haben, war das Buch sehr lesenswert. Wir konnten einige neue Aspekte herausziehen. Das Buch hat uns noch mehr in unserer Denk- und Verhaltensweise gestärkt und uns aufgezeigt, dass ein freies und selbstbestimmtes Leben absolut erreichbar ist.

 

Schließlich regt das Buch von Gisela Enders generell zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an: Was will ich im Leben? Wie sieht mein idealer Tag aus? Was erfüllt mich? Wie kann ich mein Verhalten anpassen und meine Ziele erreichen?

Sich mit diesen Fragen zu befassen, können wir jedem Menschen nur ans Herz legen. Das Buch erhält von uns daher eine uneingeschränkte Empfehlung!

 

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