Passives Einkommen - Blogparade freakyfinance.net

Die Blogparade zum Thema "Passives Einkommen" hat Eva Abert im Rahmen des Online-Kongresses  vorgeschlagen und wird von Vincent von freakyfinance.net begleitet. Vom 1. bis 17. September 2017 findet der Online-Kongress erneut statt (er fand bereits einmal im Frühjahr statt). Grund genug, um im Vorfeld die Meinungen zahlreicher Finanzblogger zum Thema "Passives Einkommen" abzuklopfen! 

 

Passives Einkommen! Klingt zu schön, um wahr zu sein! Nix tun und trotzdem kassieren! Läuft das wirklich derart ab? Wie kann ich ein Passives Einkommen generieren? Mit wie viel Kohle kann ich dann rechnen?

Beim Thema „Passives Einkommen“ sind uns (Herr und Frau Zinskraft) auf Anhieb drei Aspekte eingefallen, die wir unbedingt im Artikel ansprechen möchten und die etwas Licht in die oben gestellten Fragen bringen:

  • Welche Potentiale und Möglichkeiten für passives Einkommen gibt es?
  • Ist passives Einkommen wirklich passiv?
  • Hosen runter! Welche Quellen nutzen wir und was bringen sie uns ein?

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Welche Potentiale für Passives Einkommen gibt es?

Als erstes stellst du dir sicher die Frage, wie viel du überhaupt passiv verdienen kannst und welchen Aufwand du dafür betreiben musst.

Denn wer will schon seine kostbare Zeit opfern und sich in die ganze Thematik des passiven Einkommens einlesen, wenn am Ende nur Centbeträge herausspringen? Es muss sich schon lohnen! Aber welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?

Leider kommt hier schon die erste Enttäuschung: Wie viel Einkommen du passiv generieren kannst ist nur schwer prognostizierbar. Mit der fetten Kohle in kürzester Zeit wird’s zumindest vermutlich nix!

Naja, versuchen kann man's ja trotzdem mal und deshalb möchten wir dir einen kurzen Überblick über verschiedene „klassische“ Quellen für passives Einkommen und deren Potentiale geben:

 

Eigene Produkte online verkaufen

Das können beispielsweise Videokurse, eBooks, physische Produkte oder Stockfotos sein.

Ein klassisches Beispiel für einen Videokurs: Du wirbst mit etwas wie

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Das Passive an der Sache ist: Sobald alles einmal aufgebaut ist (abgefilmt, online gestellt und vermarktet), kann es jederzeit von jeder Person, die sich dafür interessiert gekauft werden und du musst theoretisch kaum mehr etwas tun, verdienst aber weiterhin passiv Geld. Ähnliches gilt für eBooks, physische Produkte oder Stockfotos.

Das Problem ist nur: Du kannst oder solltest zumindest so etwas  nur anbieten, wenn du dich mit einer Sache wirklich gut auskennst. Außerdem brauchst du natürlich ein gewisses Vertrauen und „Social Proof“. Aus dem Nichts heraus eine Website aufbauen und derlei Kurse anbieten? Da wird es schwierig mehr als eine Hand voll Käufer zu finden.

Hier kann man natürlich auch viel mit Werbung, wie zum Beispiel Facebook-Ads arbeiten um seine Reichweite zu erhöhen. Nur kostet Werbung natürlich auch wieder Geld und somit handelt es sich erstmal vielmehr um aktive Ausgaben als um passives Einkommen ;)

Möchtest du also nicht viel Geld für Werbemaßnahmen investieren und hast nicht bereits einen bekannten Namen in der Szene (z.B. aus deinem „echten“ Job), dann wird es ein sehr steiniger und mühsamer Weg, Reichweite und dementsprechend Kunden zu finden.

 

Werbung & Affiliate-Marketing

Hierbei verdienst du durch Klicks und Käufe von anderen Personen Geld. Werbung kann man super auf der eigenen Website oder dem eigenen Blog unterbringen. Ein klassisches Beispiel dafür ist Google Adsense.

Beim Affiliate Marketing promotest du Artikel und Produkte und wenn dann jemand auf die entsprechenden Banner klickt erhältst du eine Provision. Schön ist zum Beispiel beim Partnerprogramm von Amazon, dass du auch eine Provision bekommst, wenn jemand gar nicht unbedingt das von dir beworbene Produkt kauft, sondern irgendetwas Anderes auf Amazon.

Einmal auf der Website integriert, liefern die Werbe- und Affiliatelinks durch Klicks und Käufe von anderen Personen ein passives Einkommen.

Aber auch hier gilt: Damit Werbung und Affiliate-Banner wirklich Früchte tragen, brauchst du eine gewisse Reichweite mit dem Blog oder der Website.

 

Aktien & andere Investitionen

Passives Einkommen lässt sich auch durch die Geldanlage erzielen. Aktuell kann man da Tages- und Festgeld eher außen vor lassen, weil diese kaum nennenswerte Erträge liefern. Aber die Investition in Aktien oder P2P-Kredite kann durchaus lukrativ sein.

Wenn du beispielsweise auf Aktien von mehreren Unternehmen setzt, die eine Dividende zahlen oder ETFs die ausschütten, dann kannst du regelmäßige Einkünfte auf deinem Konto verbuchen. Bei P2P-Krediten leihst du anderen Personen Geld und erhältst entsprechend Zinsen. Bei P2P-Krediten solltest du aber mit Bedacht vorgehen und deine Investments breit streuen, wie auch Comper von "Finanziell frei mit 45" beschreibt. 

 

Hier gibt es nur ein „Problem“: Um auf nennenswerte passive Geldströme aus dieser Quelle zu kommen, bedarf es zunächst einmal entsprechend hoher Investitionen. Es muss folglich relativ viel Geld zur Verfügung stehen, das investiert werden kann. Hinzu kommen die Risiken, die nun einmal mit einer ansprechenden Rendite einhergehen. Besonders risikoreiche und potentiell lukrative Dinge wie Optionshandel sind an der Börse auch möglich, jedoch lassen wir davon die Finger, weil man sich selbige schnell verbrennen kann, wie auch Maxim von "handelszeit.com" berichtet.

 

Multi-Level-Marketing (MLM)

Vereinfacht gesagt ist beim Multi-Level-Marketing das Ziel, dass du dir ein Netzwerk von Personen aufbaust, die wiederum selbst Personen werben und du dabei immer mitverdienst. Du hast also einerseits ein aktives Einkommen, indem du dich um neue „Kunden“ bemühst und auch ein passives Einkomme dadurch, dass deine Kunden neue Kunden werben. Das kann sicherlich lukrativ sein, allerdings gibt es unter den Anbietern auch einige schwarze Schafe. Zudem kann gerade der Start in diesem Bereich sehr mühselig sein.  

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Ist passives Einkommen wirklich passiv?

Kommt darauf an.

Für eigene Online-Produkte, Werbung & Affiliate-Marketing sowie MLM ist das Ganze anfangs sicherlich ganz und gar nicht passiv. Im Gegenteil: Es muss eine gewisse Reichweite vorhanden sein, du musst Werbung schalten und dir oder deiner Marke einen Namen machen, du musst eigene Produkte entwickeln und erarbeiten. Das kostet dann erst einmal Zeit und Geld.

Und selbst dann kann man nicht unbedingt damit rechnen, viel Geld damit zu verdienen. Möglich ist es sicherlich, aber die meisten schaffen es wohl nicht. Ist die Maschinerie aber mal ans Laufen gebracht und du hast halbwegs Erfolg, besteht hier die Chance, dass aus einem kleinen Schneeball eine Lawine wird und sich deine Verkäufe plötzlich stark erhöhen, du hingegen nur noch wenig Arbeit hineinstecken musst.

 

Bei Aktien sehen wir das etwas anders: Setzt man ohne zeitfressende Recherchen auf ausgewählte ETFs oder „altbewährte“ Unternehmen die Dividenden zahlen, dann ist der Zeitaufwand im Grunde ziemlich gering und man kann insofern direkt von passivem Einkommen sprechen. Ähnlich sieht es auch Emanuel von invest-abc, der in Dividenden die einzige wirklich passive Anlagestrategie sieht. Allerdings muss erst einmal eine größere Summe vorhanden sein, die du investieren kannst. Mit ein paar tausend Euro in Aktien ist es nicht getan. Das spült dann im Schnitt vielleicht 10 Euro pro Monat in die Kasse, mehr nicht.  Interessant wird es erst, wenn ein höherer fünfstelliger oder gar ein sechsstelliger Betrag investiert werden kann. Das Problem ist nur, dass wenige Menschen so viel Kohle zum Investieren „übrig haben“. Die kannst du dir aber natürlich besorgen, beispielsweise durch die anderen oben genannten Einkommensquellen ;-)  

 

Hosen runter! Welche Quellen nutzen wir und was bringen sie uns ein?

Wir machen irgendwie alles ein bischen, aber alles ist bislang noch nicht nennenswert.

Wir investieren ständig in Aktien und ETFs und erhalten regelmäßig Dividenden. Diese bewegen sich monatlich aber eher noch in der Höhe eines anständigen Restaurantbesuchs und erlauben keine großen Sprünge. Aber besser als nix! Außerdem ist es ein tolles Gefühl durch „Nichtstun“ tatsächlich regelmäßige Einnahmen zu verzeichnen.

 

Was die eigenen Produkte betrifft: Wir haben nach etwa einem halben Jahr Vorlaufzeit für Recherchen, Verhandlungen, Lieferung etc. nun unser erstes Produkt bei Amazon zum Verkauf. Wir nutzen dabei Amazon FBA (Fullfilment by Amazon). Bislang sind nur Ausgaben zu verzeichnen und aktuell hoffen wir durch Werbeanzeigen auf erste Verkäufe.

Dieses Vorhaben kann lukrativ werden, es kann aber auch ein schönes Verlustgeschäft werden. Der Aufwand neben meinem 40-Stunden-Job war bisher relativ hoch, da es als Händler einiges zu beachten gibt, gerade was den Import von Produkten aus einem Drittland betrifft. Wer mehr über Amazon FBA erfahren möchte, kann sich auf unserem Blog umschauen! Mittelfristig erhoffen wir uns durch Amazon FBA als Nebenjob ein passables Nebeneinkommen zu generieren, um mehr Geld an der Börse investieren zu können. Wir möchten aber auch unsere Brand bekannter machen und weitere Produkte über Amazon vertreiben.

 

Werbung & Affiliate-Links schalten wir auf unserem Blog. Die Leserzahlen sind zwar nach und nach gestiegen, trotzdem bewegen sich die Einkünfte im Bereich weniger Euro im Monat. Hier braucht man schon einiges an Traffic, damit dadurch nennenswerte Einkünfte entstehen. Ähnliches gilt für MLM: Wir haben uns daran versucht, konnten jedoch bislang keine Einnahmen verzeichnen. Allerdings haben wir das Thema MLM in letzter Zeit auch arg schleifen lassen und werden es wohl ganz lassen, weil wir durch Amazon FBA und den Vollzeitjob genug ausgelastet waren. Zudem geht man durch MLM anderen Leuten schnell auf die Nerven. 

 

Außerdem braucht Herr Zinskraft ja auch noch Zeit für’s Krafttraining!

 

Um ein kleines Fazit zu ziehen

Sich mit passiven Einkommensquellen auseinanderzusetzen kann nie schaden.  Es gibt viele Möglichkeiten und es lohnt sich allein aufgrund der Erfahrung und des Wissens, das man sammelt, verschiedene Dinge auszuprobieren. Manche benötigen anfangs viel Zeit und Geld, zahlen sich dann aber langfristig womöglich doppelt und dreifach aus. Vielleicht aber auch nicht. Probier’s aus!

 

Auch wenn es bei uns erst kleine Beträge sind, die passiv reinfließen: Jeder passiv verdiente Euro fühlt sich so gut an wie zehn aktiv verdiente Euros.

 

Verlass dich aber nie vollständig auf die oben genannten Quellen, sondern sieh das Ganze eher als Hobby oder kleinen Nebenjob an.

Wenn du irgendwann tausende Euros monatlich passiv generierst, dann kannst du deinen „richtigen“ Job immer noch an den Nagel hängen. ;) Anfangs bist du aber einfach auf deinen "aktiven Job" angewiesen. So sieht es auch Lukas von "meinefinanziellefreiheit.com"

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