Urlaub dahoam - Blogparade muenchen.de

muenchen.de hat zur Blogparade mit dem Thema "Urlaub dahoam" aufgerufen.

 

Reisen bildet, daheim bleiben auch ;) Zumindest wenn man dahoam in Minga bleibt! 

 

Man kennt es, man kauft sich Reiseführer für fremde Städte bzw. nutzt Tripadvisor, jedoch schafft man es bei der Fülle an Besichtigungsmöglichkeiten bloß einen kleinen Anteil tatsächlich zu besichtigen. Wieso also nicht mal einen Reiseführer für das eigene Städtchen kaufen, bei dem die realistische Chance besteht alles peu à peu aus dem Reiseführer anzuschauen?

Gesagt, getan! Wir haben uns also 2012 einen ADAC-Reiseführer für unsere Heimatstadt München gekauft und sind damit brav losgetigert, um Stadtviertel für Stadtviertel, Sehenswürdigkeit für Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Es war unglaublich, an wie vielen „Sehenswürdigkeiten“ wir zuvor während unseres Alltags in München achtlos vorbei gelaufen waren. Wie oft sind wir die Sendlinger Straße entlang gegangen, ohne die wirklich wunderschöne Asamkirche beachtet zu haben. Durch Lektüre des Reiseführers haben wir zahlreiche geschichtliche Zusammenhänge kennengelernt und nun war uns auch klar, wer sich hinter den Straßennamen verbirgt.  Aber auch viel Kurioses haben wir über München erfahren. Die Frauenkirche zum Beispiel kennt jedes Münchner Kindl, die Sage über den Teufelsritt in der Frauenkirche ist hingegen nicht jedem geläufig (dazu gleich mehr).

 

 

Bevor man also den Besuch weit entfernter Kirchen und Bauwerke anstrebt, kann man durchaus auch erst einmal vor der eigenen Haustür kehren und sich die in seiner Umgebung befindlichen Sehenswürdigkeiten zu Gemüte führen. Nach 5 Jahren haben wir noch immer nicht alles aus diesem Reiseführer besichtigt. Dabei handelt es sich nur um einen Reiseführer von hunderten für München. Zugegeben, wir haben das Projekt auch nicht immer konsequent weiter verfolgt, soll ja schließlich Urlaub sein und kein Zwang ;)


Was man aber zwingend machen oder sehen sollte, wenn man in MUC ist:

 

 

1. Poetische Rätsel im Schlosspark Nymphenburg


Habt ihr schon mal eine poetische Rätsel-Reise unternommen? 

Nein, habt ihr nicht? Dann wird es Zeit euch in den wunderschönen und mystischen Schlosspark Nymphenburg, wo übrigens auch unsere Hochzeitsfotos entstanden sind, zu begeben. Dort werdet ihr mit Hilfe eines Gedichts zu einem Ort geführt, den ihr dann als Lösung angeben und etwas gewinnen könnt.

Der Reihe nach: Die Rätsel findet ihr unter folgender Adresse:

Nymphenburg Schlosspark Spiele

 

Aktuell sind es drei Rätsel und für jedes Rätsel werden als Preise die schönen Bände des Nymphenspiegels verlost. Ein Rätsel wurde bisher nur einmal gelöst – und zwar von uns ;) Denn nur sehr wenigen sind die poetischen Rätsel überhaupt bekannt. Ihr seht, ein echter Geheimtip! 

 

Da wir öfter im Nymphenburger Schlosspark spazieren gehen, war es eine willkommene Abwechslung unseren Spaziergang mit diesen wunderbaren poetischen Rätseln zu bereichern.

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2. Teufelsritt 

 

Unser nächstes Highlight gehört zu den wahrlich bekannten Sehenswürdigkeiten. Allerdings mussten wir immer wieder feststellen, dass zwar trotz Bekanntheit dieser Kirche, der eigentliche Clou vielen Leuten ganz und gar nicht bekannt war. Ihr ahnt schon von welcher Kirche wir sprechen? Ganz genau, der „Dom zu unserer lieben Frau“, besser bekannt als die Frauenkirche. Kennt ihr aber auch den sogenannten Teufelsritt? Dahinter verbirgt sich eine tolle Sage:

 

Der Baumeister habe mit dem Teufel um seine Seele gewettet, dass man in der Kirche kein Fenster sehen könne. Als die Kirche fertig war, aber noch nicht eingeweiht war, hat sich der Teufel durch’s große Tor geschlichen, neugierig und grimmig den Bau betrachtend; plötzlich aber habe er laut gelacht und gemeint, ein Bau ohne Fenster werde nicht viel nützen. Da stand er nämlich gerade auf jener Stelle, wo jetzt noch die schwarze Fußspur ist. Er konnte also kein Fenster sehen; und in triumphierender Freude habe er auf den Boden gestampft und so im Pflaster seinen Fußtritt hinterlassen. Als er jedoch noch einen Schritt weiter vorging, seien urplötzlich eine Menge Fenster da gewesen. Nun sah er, dass er der Geprellte war. Vor Zorn habe er sich in einen heftigen Wind verwandelt, und gehofft, er könne den Bau im Sturm zusammenwerfen. Aber er konnte es nicht; und seitdem stürmt der ein oder andere seiner Gesellen immer noch um die Türme.

Quelle: http://www.muenchner-dom.de/die-kathedrale/rundgang/der-teufelsritt/

 

Es ist wirklich ein Erlebnis sich genau auf diesen Teufelsritt zu stellen und die Kirche an dieser Stelle tatsächlich wie fensterlos erscheint. Probiert es selbst aus!

 

Und wusstet ihr, dass die zwei Türme der Frauenkirche unterschiedlich hoch sind? Kommt nach Minga und überzeugt euch selbst J

3. Dachterasse des Cafés im Vorhoelzer Forum

 

Nun geht es um die Aussicht über München. Wer diese ohne extra Einritt genießen möchte, der ist auf der Dachterrasse des Cafés im Vorhoelzer Forum der Fakultät für Architektur TUM genau richtig. Durch die Gänge der Uni kommt man zu einem Aufzug, der einen zu diesem traumhaften und vor allem kostenlosen Ort im 5. Stock bringt, wo man von drei Himmelsrichtungen aus den Blick über die Stadt und bei gutem Wetter auch den Blick auf die Alpen genießen kann.

Wegbeschreibung: Haupteingang der TUM,  Arcisstr. 21 , in den Gang links bis zum Aufzug einbiegen.

4. Alter Peter

 

Wer höher hinaus will und die Aussicht rundherum genießen möchte, sollte die schmale (wirklich schmale) Treppe des Alten Peters erklimmen. Nach circa 300 Stufen seid ihr 91 Meter in der Luft und es fühlt sich ein bisschen wie das Empire State Building von München an. 

Auch hier ist das Wetter entscheidend, denn nur dann kommt man in den Genuss der Alpen. Aber allein der Rundumblick entlohnt den etwas beschwerlichen Aufstieg und die 3 Euro Eintritt könnt ihr durchaus auch als  kleine Investition in eure Fitness verbuchen.

 

Ist euch schon mal aufgefallen, dass der Alte Peter insgesamt acht Uhren (zwei auf jeder Seite) hat? Warum sind da denn so viele, fragt ihr euch dann?

Karl Valentin wird als Antwort nachgesagt, dass zwei oder gleich acht Leute gleichzeitig auf die Uhr schauen können.  

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Wir haben Urlaub dahoam weiterhin im Hinterkopf und die Umgebung zu erkunden (mit oder ohne Stadtführer) ist richtig zu unserem Hobby geworden, da die Vorteile enorm sind. Wir können mit unserem Spezialwissen über München super im Smalltalk glänzen (außer Martin, weil er sich als Mann die Details nie merken kann :P). An freien Tagen können wir uns ganz frei entscheiden, ob  wir heute Lust auf Stadtbesichtigung haben oder lieber im kuschligen Bett bleiben. In eben dieses am Abend zurückzukehren ist in unseren Augen ein riesen Vorteil, da man nichts buchen muss, es kostengünstiger als ein Hotel ist und es sich im eigenen Bett immer noch am besten schläft. Zudem ist die Fahrtzeit relativ kurz und man bleibt nur nach Lust und Laune in der Stadt, da man jederzeit die Stadtbesichtigung an einem anderen Tag fortführen kann. Im Urlaub in fremden Städten haben wir hingegen das Gefühl, dass wir dann etwas verpassen und die Zeit dort begrenzt ist, sodass wir solange durch die Stadt latschen bis uns die Sohlen brennen. Nicht außer Acht zu lassen ist auch, dass man durch diese Art von Urlaub wetterunabhängig ist!

 

Neue Inspirationen holen wir uns in der Facebook-Gruppe "Kostenlose Events in München für alle (Familien, Kinder, Paare, Singles)", die wir vor einiger Zeit gegründet haben und dort werden fleißig sehr tolle Events gepostet, die keinen Eintritt kosten.

 

Ebenfalls bietet die Natur in der Nähe immer wieder neue Pfade, die beschritten werden wollen. Was gibt es da Erholsameres als an einem freien Tag frei in der Natur herumzuschlendern und in den Tag hineinzuleben? 

Man muss also gar nicht immer bis zum Horizont fahren, sondern bereits hinter der nächsten Ecke kann ein atemberaubender Sonnenuntergang warten.   

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