Portfolio-Update und ETFs unter der Lupe

,,Lang lang ist's her, seit wir zuletzt ein „Gesamt-Portfolio-Update“ geliefert haben. Dabei hat sich diesbezüglich so Einiges getan! Wir haben natürlich fleißig unsere bestehenden drei ETFs aufgestockt, außerdem sind so einige Einzelaktien hinzugekommen. Es gibt auch ein neues Tagesgeldkonto und auch die Investitionen in P2P-Kredite wurden aufgestockt. Nicht zuletzt ist auch ein sehr kleiner Anteil in Kryptowährungen geflossen.

Was sich genau getan hat und wie wir in den letzten Monaten investiert haben, erfährst du in diesem Artikel!

 

Außerdem haben wir bezüglich der Gewichtung unserer ETFs und Einzelaktien in bestimmte Regionen und Branchen ein wenig herumgerechnet und zeigen auf, wieso es sich lohnt genau hinzuschauen, welche Regionen und Branchen ein ETF genau abdeckt. Gerade wenn du zusätzlich in Einzelaktien investierst, solltest du dir die Sache genauer anschauen, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden. Zum Einstieg in das Thema "ETFs" und die Wahl des "richtigen" ETF, schau mal in diese Artikel-Serie rein.

 

Bevor wir mit den Aktien & ETFs anfangen, kommt hier erst einmal ein Tortendiagramm, welches die prozentuale Aufteilung des Gesamtportfolios zeigt. Hier ist wirklich alles enthalten: Von Gold und Silber über Aktien, ETFs, P2P-Kredite, Kryptowährungen, Bargeld, Girokonten, Tagesgeldkonto, etc. Bevor wir genauer auf die einzelnen Positionen eingehen, dient dieses Diagramm als erster Überblick:

Einzelaktien & ETFs

Bei den Aktien und ETFs sind in den letzten Monaten einige Einzelaktien hinzugekommen und auch die ETFs wurden monatlich nachgekauft, sodass sich der Anteil an ETFs und Einzelaktien momentan so ziemlich die Waage hält (siehe Tortendiagramm oben).

 

ETFs

Das ETF- und das Einzelaktiendepot (Dividendendepot) habe ich mir für diesen Artikel mal genauer angesehen und die Gewichtung der Regionen und Branchen geprüft. Fangen wir zunächst mit den ETFs an:

 

Betrachtet man alleine die ETFs, liegt aktuell folgende Gewichtung vor:

  • 45% MSCI World
  • 35% MSCI Emerging Markets
  • 20% STOXX Europe 600

In Foren und anderen Blogs ist der MSCI World Anteil oft etwas höher als bei uns, wir haben ihn jedoch bewusst aufgrund der zahlreichen US-Werte, die zusätzlich im Dividendendepot liegen, etwas gesenkt. Schließlich enthält der MSCI World bereits zu etwa 60% US-Werte und da im Dividendendepot bereits 17 der aktuell 24 Einzelaktien US-Werte sind, wollten wir den MSCI World-Anteil bei den ETFs etwas zu Gunsten der Emerging Markets und Europa senken, um eine starke US-Übergewichtung zu vermeiden.

 

Aufteilung der ETFs konkret nach Ländern

Anschließend haben wir die oben genannte ETF-Aufteilung noch nach konkreten Ländern aufgedröselt, um noch einen genaueren Überblick zu erhalten.

 

Das Ganze war dann etwas „Herumrechnerei“, weil eben einige Länder anteilig sowohl im MSCI World, als auch im STOXX Europe 600 vorkommen (bspw. ist Deutschland zu ca. 3,5% im MSCI World enthalten und zu ca. 15% im STOXX Europe 600. Die jeweiligen Anteile gilt es dann in absoluten Zahlen auszurechnen, zu addieren und den Anteil am gesamten ETF-Portfolio zu berechnen). 

Nach ein wenig Excel-Arbeit war das aber kein Problem ;)

 

Letztlich ergibt sich für das Zinskraft-ETF-Portfolio folgende, aktuelle Aufteilung nach Ländern:

  • 27,2% USA
  • 10,0% China
  • 8,3% Großbritannien
  • 5,1% Frankreich
  • 4,8% Korea
  • 4,4% Deutschland
  • 4,0% Taiwan
  • 3,8% Schweiz
  • 3,8% Japan

… und noch einige kleinere Positionen wie Indien, Brasilien, Südafrika etc. ...

 

Gut zu erkennen ist, dass trotz unserer vergleichsweise eher geringen Gewichtung des MSCI World die USA noch immer klar dominieren, aber das soll auch ruhig so sein.

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Länderverteilung ETFs + Einzelaktien

Betrachtet man nun nicht nur die ETFs, sondern rechnet auch die Länderverteilung der Einzelaktien (aktuell 24 Stück) hinzu, ergibt sich folgendes Bild:

 

Durch die 17 US-Werte im Einzelaktiendepot steigt der USA-Anteil nochmal drastisch auf etwa 50% des „Gesamtwertpapierportfolios“ (ETFs + Dividendentitel). Es ist nun einmal so, dass in den USA zahlreiche geniale Unternehmen ansässig sind, insofern sehe ich bei 50% US-Werten (ETFs & Einzelaktien zusammen gerechnet) kein Problem.

 

Die weiteren Einzelaktien kommen aus Deutschland (4 Stück), Japan (2 Stück) sowie Großbritannien (2 Stück), wodurch sich für das „Gesamtwertpapierportfolio“ folgende Länderaufteilung ergibt:

  • ca. 50% USA
  • ca. 25% Europa inkl. Schweiz (davon ca. 10% Deutschland, v.a. bedingt durch die 4 Einzelaktien)
  • ca. 20% Emerging Markets (China, Taiwan, Korea, Brasilien etc.)
  • ca. 5% Japan

Es ist natürlich fraglich, ob man das so rechnen sollte, oder ob man die Einzelaktien nicht völlig unabhängig vom ETF-Portfolio sehen sollte. Da gibt es sicherlich verschiedene Meinungen. Mir hat das Herumgerechne aber durchaus Spaß gemacht ;)

 

Und die Branchenverteilung? Wie geht's weiter?

Zu den Branchen möchte ich nur eine Anmerkung machen: Schaut man sich die Branchenverteilung der drei ETFs an, so sieht man, dass in jedem der drei ETFs der Anteil an Unternehmen aus dem Banken- oder Finanzdienstleistungssektor dominieren und insgesamt etwa 20% des ETF-Portfolios ausmachen.

 

Um diesem Trend entgegenzuwirken, kaufen wir für das Einzelaktiendepot keine Unternehmen aus diesem Sektor, sondern fokussieren uns auf andere Branchen (Konsumgüter aller Art, Industrie, Energie, IT etc.).

 

In Zukunft möchten wir die ETFs einfach monatlich weiter besparen wie gehabt.

 

Weiter geht's mit den Einzelaktien:

 

Aktien

Was die Einzelaktien betrifft, so möchten wir gerne noch etwa 5 Stück hinzukaufen, sodass das Einzelaktiendepot knapp 30 Unternehmen enthält. Anschließend sollen die Werte nur noch nach und nach aufgestockt werden.
Andernfalls würde es wohl auch zu unübersichtlich werden und ein Dividendendepot mit 30 Unternehmen sehe ich als ausreichend diversifiziert an, wenn man nebenher ohnehin noch zu etwa gleichen Teilen ETFs hält.

 

Bei der Auswahl der Einzelaktien machen wir uns nicht allzu viel Mühe. Hier haben wir bereits einmal über unsere Strategie dazu berichtet. Wir kaufen großteils altbewährte, zuverlässige Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell. Ein gewisser Fokus soll dabei auf den Konsum gerichtet werden, insbesondere auf die Bereiche Essen/Trinken sowie Drogerieartikel, da diese immer gebraucht werden ;)

 

Folgende Unternehmen befinden sich aktuell zu ungefähr gleich großen Anteilen im Einzelaktiendepot:

 

P2P-Kredite & Crowdinvesting

Schauen wir nun auf die P2P-Kredite & (Immobilien-)Crowdinvesting.

 

Vor etwa einem Jahr hatten wir erstmals von verschiedenen Plattformen hinsichtlich P2P-Krediten gelesen. Die Vergabe von Privatkrediten auf den baltischen Plattformen mit Zinsen zwischen 8-15% klang recht verlockend. Wie wir bei der Investition in P2P-Kredite vorgehen, haben wir übrigens in diesem Artikel bereits beschrieben, den du dir unbedingt vorher ansehen solltest, falls du eine Investition planst!

 

Vor einem Jahr also haben wir erste kleinere Investitionen in die drei P2P-Plattformen Mintos*, Twino und Bondora* getätigt. Nachdem das Ganze dann knapp 10 Monate sehr positiv gelaufen ist, wollten wir den P2P-Anteil am „Gesamtportfolio“ auf ungefähr 5% erhöhen. Dazu haben wir bei Mintos und Twino nachgelegt und uns zusätzlich auf der Plattform Viainvest* registriert und investiert. Außerdem haben wir bei Zinsland* und Estateguru* (beides Immobilien-Crowdinvesting) investiert und auch eine kleine Investition in das Deutsche Cannabis Institut konnten wir uns nicht verkneifen ;)

 

Um den Rahmen an dieser Stelle nicht zu sprengen, werden wir bald einen extra P2P- und Crowdinvesting-Artikel schreiben, in dem wir auf die verschiedenen Plattformen eingehen und auch die bisherige Entwicklung unserer P2P-Investments darlegen werden!

Auf jeden Fall haben wir nun den angestrebten 5%-Anteil von P2P & Crowdfunding am Gesamtportfolio erreicht. Abonniere gerne unseren Newsletter, wenn du das baldige P2P-Update nicht verpassen möchtest ;)

 

Kryptowährungen

Mit einem relativ vernachlässigbaren Betrag sind wir auch in die Welt der Kryptowährungen eingetaucht und haben erste Investitionen getätigt. Für einen Einstieg in das Thema schau dir mal dieses Interview mit Marco vom Blog „Kryptokenner“ an. Hier verfolgen wir seine Strategie und streuen innerhalb der Kryptowährungen auf verschiedene Coins, wobei Ethereum und Ripple den größten Anteil ausmachen, dicht gefolgt von IOTA, NEM und NEO. Der Anteil an Kryptowährungen ist natürlich sehr gering, da dies mit Sicherheit das risikoreichste Investment des gesamten Portfolios darstellt. Teilweise fahren die Kurse Achterbahn, jedoch halte ich das Thema für enorm zukunftsträchtig und die Blockchaintechnologie wird viele Bereiche unseres Lebens verändern.

 

Ich muss mich selbst noch in das ganze Thema tiefer einlesen, um alles rund um die Themen Kryptoswährungen und Blockchain besser zu verstehen. Aktuell lerne ich Einiges über die verschiedenen Wallets und Kaufmöglichkeiten. Registriert sind wir aktuell bei Kraken, Poloniex, Bitfinex und Bittrex und lagern die Coins auf Desktop-Wallets wie Rippex, Exodus und Electrum.

Du verstehst nur Bahnhof? Dann schaue dir mal das Buch "Bitcoin, Blockchain und Kryptoassets: Eine umfassende Einführung"* an, das sich auch für Laien nachvollziehbar mit dem Thema auseinandersetzt. 

 

So oder so werden Kryptowährungen aber immer nur einen sehr geringen Anteil an unserem Portfolio ausmachen. Man will ja nachts noch ruhig schlafen können...

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Tagesgeld

Neben den Bauspar- und Wohnriesterverträgen bei der Schwäbisch Hall (auf diese gehen wir nicht näher ein, da wir  bereits im letzten Portfolio-Updateartikel auf einige Vorteile eingegangen sind), sind wir seit kurzem auch Kunde bei der Consorsbank. Hier gab es nämlich ein nettes Angebot mit 1,00% p.a. Zinsen auf das Tagesgeld unter bestimmten Bedingungen. Wir haben dazu kürzlich einen eigenen Artikel veröffentlicht, den ihr hier nachlesen könnt.

 

Soviel wie wir an risikoarmen Beträgen mobil machen konnten, haben wir dann auf das Tagesgeldkonto der Consorsbank verfrachtet. Ihr seht oben im Tortendiagramm, dass diese Position nun einen relativ großen Anteil ausmacht. Die 1,00% p.a. müssen sich ja wenigstens halbwegs lohnen :)

 

Geschäftskonto

Wieso brauchen wir ein Geschäftskonto? Für unseren Start mit Amazon FBA. Worum es da genau geht und was wir da machen? Dazu klickt euch am besten einfach durch die Kategorie „Amazon FBA“ hier auf dem Blog!

 

Das war's mit dem aktuellen Überblick über unser Portfolio! Du hast dazu Bemerkungen oder Anregungen? Hinterlass gerne einen Kommentar! Uns würde auch deine prozentuale Aufteilung interessieren!

 

Ansonsten freuen wir uns über jedes Like der Zinskraft Facebook-Page.

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