Gibt es passives Einkommen?

Passives Einkommen… zu schön um wahr zu sein? Nachdem ich nun einige Zeit sowohl in Sachen nebenberuflicher Selbstständigkeit / Online-Business und auch dem Investieren an der Börse und in P2P-Kredite unterwegs bin, kann ich einigermaßen gut beurteilen, ob es so etwas wie passives Einkommen gibt und wenn ja unter welchen Voraussetzungen. Außerdem möchte ich kurz darauf eingehen, ob ich passives Einkommen als den heiligen Gral erachte, oder ob der Begriff für mich eher weniger bedeutsam ist.

Wer lieber die Video-Variante dieses Artikels anschaut, hier das zugehörige YouTube Video:

Meiner Meinung nach muss man zunächst einmal zwischen passivem Einkommen im Online Business und dem Investieren an der Börse / in P2P-Kredite unterscheiden.

 

Das Online-Business, sei es Amazon FBA, Selfpublishing oder das T-Shirt Business ist nach dem Start alles andere als passiv. Egal was dir viele der “5.348,69 € nach 4 Wochen-YouTuber” versprechen - so läuft das im Normalfall nicht :)

 

Wenn du die nebenberufliche Selbstständigkeit richtig angehen willst, musst du dir erst einmal viel Wissen aneignen (zum Start schaue dazu gern mal in meine Grundlagenartikel) und anschließend viel Arbeit reinstecken und vor allem konsequent und diszipliniert am Ball bleiben - und das bei einem sehr geringen monetären Return (dafür ist der Wissens-Return groß, weil es erst einmal viel zu lernen gibt).

 

Es kann durchaus ein halbes Jahr dauern, bis stabile dreistellige Beträge / Gewinne hereinkommen. Und da das Ziel ja eher gute vierstellige Beträge im Monat sein sollten, dauert es entsprechend länger und die ganze Zeit fließt Zeit und Arbeit in das Business, bei einem umgerechnet wohl sehr miesen Stundenlohn. Wenn dir das Ganze allerdings gleichzeitig total Spaß bereitet wie mir, dann sollte man keine Stundenlohnberechnung durchführen, weil es ja quasi Hobby ist :)

 

Sagen wir du bist aber nach 1-2 oder 3 Jahren an dem Punkt, an dem du gute vierstellige Gewinne im Monat einfährst, kannst du es dir auch leisten, viele der Arbeiten am Business an Freelancer bzw. Virtual Assistances auszulagern und selbst nur noch mäßig Arbeit in das Business zu stecken. Somit hast du dann ein System geschaffen, welches eigenständig automatisierte, wiederkehrende Einnahmen generiert. Und ab da an kann man diese Einnahmen natürlich durchaus als passives Einkommen bezeichnen. Ich empfehle aber unbedingt mal zumindest 1 Jahr lang alle arbeiten selbst zu lernen und auszuführen, weil du sonst die Arbeit des Freelancers ja auch gar nicht richtig bewerten kannst.

 

Ich könnte beispielsweise auch einfach aufhören, T-Shirt designs hochzuladen und neue Bücher herauszubringen und würde trotzdem weiterhin Einnahmen verbuchen, weil die Produkte ja nun mal online sind und “für immer” gekauft werden können. Allerdings bin ich in jedem Falle noch an einem Punkt, an dem ich weiter skalieren und die Einnahmen steigern möchte. Das aufsetzen von Systemen, die dann automatisiert für Einnahmen sorgen, unterscheidet dann auch den Selbstständigen vom Unternehmer.

 

Mein Fazit also beim Online-Business: Passives Einkommen ist möglich, jedoch in einem “guten” Maße erst nach einem längeren Zeitraum während dem viel Zeit und Arbeit in den Aufbau des Systems gesteckt wurde.

 

Kommen wir nun zum Thema Investieren:

 

Hier sehe ich das Ganze etwas anders, weil du dabei von Anfang an passives Einkommen erzeugen kannst. Nehmen wir mal P2P-Kredite als Beispiel: Dazu muss man ja einfach nur Geld an die P2P-Plattform überweisen, den Auto-Investor einmal einstellen und ab da an läuft das Ganze automatisiert und bringt Zinsen ein (hier nochmal der Hinweis, dass P2P-Kredite natürlich sehr risikobehaftet sind).

 

Was die Börse betrifft könnte man nun natürlich argumentieren, dass hier viel zeit in Unternehmensanalysen gesteckt werden muss und somit die Ausschüttungen von ETFs oder die Dividenden aus Aktien kein passives Einkommen darstellen.

 

Aber seien wir mal ehrlich: Wenn man einfach einen breit gestreuten ETF kauft oder ein sehr breit gestreutes Aktienportfolio mit Dividendenzahlern von großen und stabilen Unternehmen einkauft und das Ganze dann noch automatisiert per Sparplan aufsetzt, ist hier nicht wirklich viel Arbeit notwendig. Und hier fließen dann auch direkt Dividenden aufs Konto - also passives Einkommen.

 

Das Problem beim Investieren im Vergleich zum Online-Business ist jedoch wiederum, dass es hier einer Menge an Kapital bedarf, bis die Zinsen/Dividenden auch monatlich ansehnliche Summen liefern. Ich denke um davon einigermaßen leben zu können - sagen wir mal 2.000 € Dividende im Monat - bräuchte es schon ein Aktienportfolio in Höhe von etwa 750.000 €. Da die meisten Menschen sicher nicht all ihr Vermögen ausschließlich in Aktien investiert haben wollen, sondern beispielsweise nur 50 %, bräuchte es dann schon ein Gesamtvermögen von 1.500.000 €.

 

Aktien und P2P Investments, liefern also schnell und direkt einen Cashflow, der aber für den Normalbürger mit “normalem” Einkommen und Investitionsverhalten nicht allzu hohe Beträge im Monat einbringen wird.

 

Mein Gesamtfazit wäre also: Ja es gibt passives Einkommen, aber nur unter den beschriebenen Bedingungen und Maßgaben ;)

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Nun gehe ich noch kurz auf die Frage ein, ob mir passives Einkommen wichtig ist oder ob ich mit dem Begriff eher weniger anfangen kann.

 

Meine Antwort ist klar: JA, es ist für mich wichtig und ich sehe auch in gewisser Weise als “heiligen Gral” an. Im Grunde beruht auch mein Investitionsverhalten und mein Online-Business zu großen Teilen auf genau auf dieser Motivation: Passives Einkommen zu schaffen - oder sagen wir eher “automatisierte, wiederkehrende Einnahmen”.

 

Ich hätte zum Beispiel wenig bis kein Interesse daran, Freelancer Jobs Online anzubieten, für die ich einmalige Zahlungen erhalte (zB für das Schreiben eines Textes, Keywordrecherchen für andere Seller zu machen, Websiten für jmd aufzusetzen etc.). Das reizt mich bei einmaliger Bezahlung wirklich kaum! Wenn jemand herkommt und fragt “Sprichst du ein Hörbuch für mich? Bezahlung 1.000 €”, dann würde mich das weitaus weniger reizen als wenn derjenige sagt “Sprichst du ein Hörbuch für mich? Bezahlung 50 € pro Monat”. Denn im letzteren Falle wären es dauerhaft wiederkehrende Einnahmen, die sich auf lange Sicht dann zu einer weitaus größeren Summe anhäufen und mir jeden Monat aufs Neue zur Verfügung stehen. Hier sehe ich auch einen großen Vorteil darin das Online-Business zunächst nur nebenberuflich auszuführen: Klar, man kommt langsamer voran, aber man hat eben das Geld aus dem Angestelltenjob und ist auf das Geld aus der Online-Tätigkeit in keinster Weise “zum Leben” angewiesen und kann daher 1.000 € locker ausschlagen und stattdessen eine Gewinnbeteiligung oder eben die 50 € jeden Monat, wie im Beispiel, fordern.

 

Wiederkehrende Einnahmen zu generieren, zu diversifizieren (mehrere Einkommensströme aus verschiedenen Quellen) und zu maximieren, ist deshalb mein vorrangiges Ziel! Vor allem versuche ich das zum Einen durch die Skalierung meiner bestehenden Online-Business Zweige, zu denen ich hier auf dem Blog und auch auf YouTube berichte. Zum anderen versuche ich es durch die weitere Diversifizierung der Einkommensströme, insbesondere im Bereich Online-Business (zum Beispiel durch Affiliate-Einnahmen, die aktuell noch kaum vorhanden sind. Keine Angst, ich empfehle nur Produkte die ich selbst nutze und für gut erachte).

 

So viel also von mir zum Thema passives Einkommen. Hoffe der Artikel und das zugehörige YouTube Video gefallen und du bist beim nächsten Artikel auch wieder dabei. Würde mich freuen, wenn du mir auf YouTube ein Abo da lässt. Dort erkläre ich die Dinge noch einmal etwas genauer und “spontaner”.

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