P2P Plattformen: Meine Mintos, Estateguru & Bondora Go and Grow Erfahrungen 2020

Mein Weg in die Welt des Investierens hat bei mir, wie vermutlich bei vielen anderen, mit stinknormalen ETFs auf den MSCI World, die Emerging Markets und Europa angefangen. Gefolgt von einigen Einzelaktien, die ich mir mit zunehmender Sparrate ebenfalls ins Depot gelegt habe, worüber ich auch regelmäßig hier auf dem Blog und auf meinem YouTube Kanal berichte. Weil mich das Thema Geldanlage dann immer mehr interessiert hat, habe ich nach einiger Zeit meine Fühler nach weiteren Investitionsmöglichkeiten ausgestreckt . Ich habe mich zwar mit meiner ausgewogenen Balance zwischen risikoarmem Vermögensanteil (Bausparer, Gehaltskonto, Tagesgeld) und risikobehaftetem Anteil (Aktien & ETFs) wohl gefühlt, wollte mich aber dennoch nach weiteren lukrativen Möglichkeiten umsehen, um einen Teil meines monatlich gesparten Geldes gewinnbringend zu investieren.

Es hat nicht lange gedauert und ich wurde fündig, und zwar beim Thema P2P-Kredite. Eifrig wie ich bin, habe ich mir dazu direkt sehr viele Blogartikel und YouTube Videos angesehen, um das Prinzip näher kennenzulernen. Zu dem grundlegenden Prinzip von P2P-Krediten habe ich dann auch bereits vor längerer Zeit einen Blogbeitrag geschrieben, den du hier findest und den ich dir ans Herz lege, wenn du noch nicht so recht weißt, was es mit P2P-Krediten generell auf sich hat. An dieser Stelle nur kurz und grundsätzlich: Es handelt sich um Privatkredite, vornehmlich im baltischen Raum (denn dort befinden sich auch die vielversprechendsten P2P Plattformen). Dabei können sich also Menschen anstatt bei einer Bank das Geld für ihr Haus, Auto etc. direkt “von privat” zu einem bestimmten Zinssatz leihen. Wir als Investoren können diesen Personen dann über die P2P-Plattform das Geld entsprechend zur Verfügung stellen und erhalten recht lukrative Zinsen. Die P2P-Plattform bringt also Investor und Kreditnehmer zusammen, indem wir Investoren auf den Plattformen nach Krediten suchen können, in die wir investieren möchten. Teilweise sind, wie beispielsweise bei der bekanntesten und größten Plattform Mintos, sogenannte Kreditanbahner (= Kreditgeber), dazwischen geschaltet. Dies sind Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen, die die Kredite an die Kreditnehmer vergeben.

 

Stellt sich für den Neuling vielleicht die Frage:

Wie soll ich entscheiden, in welche Kredite ich investieren soll? Mit welcher Rendite kann ich rechnen? Ist das Ganze nicht hochriskant? Was ist, wenn der Kreditnehmer seine Kredite nicht mehr bedient?

 

Zu den Punkten auch nur ganz kurz (da ich dies schon im oben genannten Artikel besprochen habe):

 

  • Wir können per Autoinvest nach bestimmten Kriterien investieren, müssen also gar nicht eigenständig Kredite heraussuchen. Das Ganze ist mir einigen Klicks eingerichtet.
  • Das Risiko ist natürlich vorhanden und sicherlich auch größer als bei Aktien auf Blue Chip Unternehmen. Wir können aber im Autoinvest einstellen, dass wir zum Beispiel nur 10 € in jeden Kredit investieren möchten. So können wir, wenn wir z.B. 1.000 € in P2P investieren möchten, in 100 verschiedene Kredite investieren
  • Das Risiko kann weiter gesenkt werden, indem wir außerdem nicht nur auf einer P2P Plattform investieren, sondern auf verschiedenen
  • Weitere Diversifizierung erreichen wir, indem wir in verschiedene Kreditarten investieren (Autokredite, Verbraucherkredite, Rechnungsfinanzierung, Immobilienkredite…) 
  • Es gibt bei vielen Anbietern eine Rückkaufgarantie, das heißt die Plattform oder der Kreditanbahner springen ein, wenn der Kreditnehmer nicht zahlt. Achtung: Dies ist trotzdem keine Garantie und somit keine komplette Absicherung! Schließlich kann auch der Kreditgeber oder die P2P-Plattform zahlungsunfähig werden.

Positiv und wichtig ist natürlich auch: Uns winken Zinsen von etwa 9-15 % und einige der baltischen P2P-Plattformen haben sich mittlerweile ganz gut etabliert und in der Vergangenheit bewiesen, dass sie keine Eintagsfliegen sind. Ich zum Beispiel bin seit 2016 dabei und bin absolut zufrieden, investiere regelmäßig erneut in P2P und kann bisher nicht klagen :) 

 

Dennoch würde ich persönlich den Anteil von P2P Krediten am Gesamtportfolio nicht höher als 5 - 10 % ansetzen. Hier muss jeder für sich entscheiden, mit welcher Summe er in diese risikobehaftete Anlageklasse investieren möchte. Bei mir sind es aktuell knapp 8 %. Ich für meinen Teil bin nach wie vor überzeugt von P2P Krediten und halte es in entsprechdem Maße für eine sinnvolle Ergänzung zu Aktien, ETFs und den “sicheren” Anlagen wie Tagesgeld & Co. Trotzdem ist und bleibt es eine riskante Anlageform und ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein Anlageberater bin und jeder Mensch natürlich eigenverantwortlich mit seinem Geld handelt. 

 

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema dieses Artikels, denn es soll kein Grundlagenartikel zu P2P werden, sondern ich möchte meine Erfahrung zu drei bestimmten P2P Plattformen mit dir teilen. Und zwar den drei Plattformen, bei denen ich aktuell am meisten Geld investiert habe. Generell bin ich mittlerweile übrigens bei ganzen 11 Plattformen investiert, die ich in diesem Artikel genau benenne. 

 

Als erstes kommen wir zum Platzhirsch bei den baltischen P2P-Plattformen: Mintos.

 

 

Mintos Erfahrungen

Auf Mintos bin ich seit November 2016 investiert und habe damals zunächst 500 € eingezahlt und per Autoinvestor in verschiedenste Kredite mit jeweils 10 € investiert. Im Februar 2017 habe ich dann zunächst vorsichtig 250 € nachgeschoben. Meine nächste Einzahlung erfolgte im September 2017 mit 500 € und dann noch einmal im Oktober 2019 mit weiteren 1.000 €, weil ich dann schon genug Vertrauen in die Plattform hatte. In Summe wurden also 2.250 € in Mintos investiert und ich plane in 2020 noch aufzustocken.

 

So schaut es in meinem Mintos Dashboard aktuell aus:

P2P Plattformen Mintos Erfahrungen
Mintos Erfahrungen - Mein Dashboard bei Mintos

Wie zu sehen ist, beläuft sich meine jährliche Nettorendite aktuell auf 10,51 %. Der Kontostand liegt bei 2.768, 61 € und wie oben beschrieben habe ich im Laufe der Zeit 2.250 € eingezahlt, wodurch sich die Zinsen, die auf mein Mintos Konto geflossen sind, auf aktuell 518,61 € belaufen. Das ist doch schon mal ein schöner Wert “fürs Nichts tun”. 

 

Auffällig ist in der rechten Spalte auch, dass einige Kredite in Verzug sind. Keine Bange, das ist immer der Fall und bedeutet erst einmal gar nichts. Relevant sind dann die tatsächlichen “Uneinbringlichen Forderungen”, die sich bei mir nun nach 3,5 jahren auf 3,82 € belaufen - das kann sich sehen lassen und deshalb hat Mintos auch weiterhin mein Vertrauen. 

 

Schaue ich mir die ausgefallenen Kredite genauer an, sehe ich, dass es sich um zwei Stück handelt:

Mintos Risiko P2P Kredite Investieren
Mintos Risiken: Zwei Kredite ausgefallen

 

Mit einem weiteren Klick auf den entsprechenden Kredit erhält man bei Mintos auch weitere Infos:

Mintos Erfahrungen Risiko
Mintos Kreditausfall

Es handelt sich also um einen Kredit des Kreditanbahners “Capitalia”, der bei Mintos ein B+ Rating genießt. Hier sieht man nochmal, dass ein gutes Ranking keineswegs zwingend heißt, dass dann keine Kredite ausfallen können.

Bei 3,82 € juckt mich das aber natürlich weniger, da ich allein schon durch Verzugszinsen die doppelte Summe wieder eingenommen habe.

 

Werfen wir kurz noch einen Blick auf die Aufteilung meiner laufenden Investitionen:

P2P Plattform Mintos Erfahrung
Mintos laufende Investitionen

Beim Großteil meiner Kreditarten handelt es sich also um Verbraucherkredite und Autokredite. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz liegt bei 11,29 % und die durchschnittliche Restlaufzeit meiner Kredite bei etwas über 11 Monaten. Eine sehr gute Ergänzung zu diesen Kreditarten findet man bei Estateguru, da dort in Immobilienkredite investiert werden kann. Doch dazu mehr am Ende dieses Artikels!

 

Kommen wir nun noch kurz auf den Autoinvestor bei Mintos zu sprechen und wie ich diesen einstelle.

 

Mintos Auto invest Einstellungen: 

 

Bei Mintos kannst du in den Einstellungen des Autoinvestors deutlich mehr Einstellungen zu den einzelnen Krediten treffen, als bei anderen Plattformen. Mintos arbeitet mit den oben angesprochenen Kreditanbahnern und du kannst im Autoinvestor genau festlegen, von welchen Kreditanbahner du in Kredite investieren möchtest und sehen, welches Trustlevel diese haben und du kannst auch jeweils einige weitere Einstellungen vornehmen:

Autoinvest Mintos
Mintos Auto Invest Einstellungen

Hier siehst du einen Ausschnitt aus dem Autoinvestor, den du im Mintos Menü über “Investieren” und dann “Auto Invest” findest.

 

Worauf ich generell achte: Ich nehme nur Kreditanbahner hinzu, die ein Rating von B- oder besser haben. Außerdem achte ich darauf, dass es eine Rückkaufgarantie gibt (zu sehen an dem Schild ohne rotem Stich drin). Bei jedem Kreditanbahner kannst du teilweise die Kreditart einstellen in die du investieren möchtest und die Länder, aus denen die Kredite kommen. Dort aktiviere ich immer alles. Außerdem klappe ich bei jedem aktivierten Kreditanbahner das Menü auf (oben am Beispiel der BB Finance Group) und stelle den Status auf “Fristgerecht” und die Abschreibungsmethode auf “Vollständig”. Zudem setze ich “Ausstehende Zahlungen” auf Nein. Das sind am Anfang vielleicht 20 Minuten Arbeit, aber ich denke die Einstellungen sind wichtig, um das Risiko etwas zu senken.

 

Weiter unten findest du dann noch folgende Einstellungsmöglichkeiten:

Mintos Autoinvestor Settings
Mintos Zinssatz und Laufzeit

Den Zinssatz setze ich also ab 10,5 % - weniger möchte ich für meine Investments nicht kriegen, schließlich wollen wir ja schön Rendite machen :) “Größe der Strategie” meint einfach nur, wie groß dein Portfolio maximal wachsen soll. Denn du erhältst ja laufend Rückzahlungen und Zinsen und dein Kontostand wächst auch wenn du kein neues Geld an Mintos überweist. Hier kannst du dann eine Obergrenze festlegen wenn du nicht möchtest, dass dein Investment bei Mintos insgesamt über Betrag XY hinausgehen soll. 

 

“Investition pro Kredit” lege ich auf 10 - 15 €. Anfangs hatte ich das Ganze immer auf 10 - 10 €, also auf 10 € fixiert. Aber bei über 2.000 € Investitionssumme kann man denke ich auch mal 15 € in einen Kredit investieren und bleibt dennoch breit diversifiziert. “Reinvestieren” habe ich auf Ja, weil ich ja möchte, dass Rückzahlungen und Zinsen automatisch erneut in neue Kredite investiert werden. “Kredite einschließen, in die bereits investiert wurde” habe ich auf Nein, weil ich jeden Kredit nur einmal im Portfolio haben möchte. Bei “Diversifikation über mehrere Kreditgeber” habe ich Ja ausgewählt und dann empfiehlt sich ein Klick auf “Diversifikationseinstellungen”:

P2P Plattform Mintos Risiko
Mintos Diversifikationseinstellungen

Hier kannst du genau festlegen wie du prozentual auf die Kreditgeber streuen möchtest. Du kannst einfach “Ihre Investition gleichmäßig verteilen” klicken, aber ich habe das ganze manuell etwas angepasst, indem ich den A und B+ Kreditgebern etwas höhere Anteile zugewiesen habe und den B- Kreditgebern etwas geringere. So kannst du also steuern, zu welchen Anteilen du in Kredite von dem jeweiligen Kreditgeber investieren möchtest.  

 

Bei Mintos solltest du schon einmal im Monat in den Autoinvestor schauen und diesen ggf. anpassen, weil es oft so ist, dass ein B- Kreditgeber plötzlich ein C Rating hat (den würde ich dann deaktivieren) oder auch ein Kreditgeber von C in B aufsteigt (würde ich dann wiederum aktivieren). 

Die Rückzahlungen und Zinsen der Kredite erhältst du übrigens je nach Kredit manchmal häppchenweise, manchmal auch erst komplett am Ende der Laufzeit. Ich hab da persönlich keine Präferenz.

 

Fazit zu Mintos:

 

Bei Mintos bin ich weiter sehr positiv eingestellt und werde wohl dieses Jahr zumindest noch einmal 1.000 € drauflegen. Nach fast 4 Jahren hat die Plattform endgültig mein Vertrauen gewonnen. Schlechte Erfahrungen mit Mintos habe ich nicht gemacht. Jedoch werde ich trotzdem darauf achten, dass ich über alle P2P Plattformen hinweg nicht mehr als maximal 10 % des Vermögens investiere. Übrigens gibt es seit einiger Zeit nun auch eine Mintos App, die wirklich sehr schön schlicht und übersichtlich gehalten ist und mann so auch bequem unterwegs zusehen kann, wie die Zinsen eintrudeln :)

 

Wenn du dich entschließt bei Mintos zu investieren, dann nutze gerne folgenden Empfehlungslink, dann erhältst du 0,5 % deiner Investitionssumme der ersten 90 Tage als Bonus geschenkt:

Bondora Go & Grow Erfahrungen

Bei Bondora bin ich ebenfalls seit 2016 investiert. Hier habe ich, wie auch bei Mintos, im November 2016 gestartet und 500 € eingezahlt und das Ganze per Autoinvestor, der bei Bondora “Portfolio-Manager” heißt, investiert. Im Februar 2017 habe ich dann 250 € nachgeschossen und das Ganze einfach laufen lassen. Bei Bondora hast du erheblich weniger Einstellungsmöglichkeiten beim Autoinvest als bei Mintos. Du kannst einfach nur die maximale Investition pro Kredit angeben (geht anders als bei Mintos bereits ab 5 € pro Kredit) und eine vorgegebene Risikostrategie einstellen (Ultra-Konservativ, Konservativ, Ausgewogen, Progressiv oder Opportunistisch). Ich hatte mich damals für “Ausgewogen” entschieden.

P2P Plattform Bondora Erfahrungen
Bondora Portfolio-Manager

Es gibt jedoch auch das Tool “Portfolio Pro”, hier kannst du mehr Einstellungen vornehmen, wie beispielsweise das Land der Kredite, das Rating und die Kreditlaufzeit:

 

Bondora P2P Kredite
Bondora Portfolio Pro

Um die 170 € habe ich über den Portfolio Manager zwischen 2016 und Ende 2019 erwirtschaftet.

Das alles interessiert mich allerdings aktuell nicht mehr. Warum? 

 

Weil ich neben meinen oben genannten Investitionen in Bondora im Oktober 2019 nochmal ganze 4.000 € an Bondora überwiesen habe, allerdings nicht für den Autoinvestor, sondern für Bondora Go and Grow, was es erst seit einigen Monaten gibt. Der Unterschied zwischen Go & Grow und dem “normalen” Autoinvestor ist, dass du überhaupt keine Einstellungen zur Kreditauswahl treffen musst. Dies übernimmt Bondora automatisch und streut das Geld über eine Vielzahl an Krediten. Du investierst aber gar nicht mehr selbst in einzelne Kredite, sondern erhältst pauschal 6,75 % Rendite von Bondora und kannst dein Geld jederzeit abziehen, ohne auf Restlaufzeiten von Krediten Rücksicht nehmen zu müssen. Diese maximale Flexibilität gleicht einem Tagesgeldkonto und du “bezahlst” diese Flexibilität mit den für den baltischen P2P-Markt relativ geringen Zinsen von 6,75 % anstatt den “normalen” Zinsen zwischen 9-15 %. Hier kann Bondora also einen Puffer erwirtschaften aus dieser Differenz, der dafür sorgen soll, dass ein Abzug des Geldes vom Go and Grow Konto auch immer sichergestellt sein kann. Bondora Go & Grow erfreut sich zunehmender Beliebtheit und gewinnt immer mehr Vertrauen. 

 

Vom Prinzip her hat es also schon etwas von einem Tagesgeldkonto, allerdings stecken natürlich noch immer P2P-Kredite dahinter und es ist somit erheblich risikoreicher als ein Tagesgeldkonto und es gibt keine staatlichen Absicherungen oder ähnliches. Ohne Risiko gibt es eben heutzutage auch keine Rendite von 6,75 % mehr - das muss jedem klar sein. Es eignet sich meiner Ansicht nach recht gut dafür, einen Teil des Tagesgeldes kurzfristig risikoreicher, aber mit mehr Rendite anzulegen, um die Inflation, die das Geld auf dem Tagesgeldkonto auffrisst, etwas aufzufangen. Meine Zinsrückflüsse aus dem “normalen” Bondora Autoinvestor (Portfolio Manager) lasse ich übrigens direkt in Go & Grow fließen, das kannst du in den Go & Grow Einstellungen einfach beim Punkt “Auto-Transfer” aktivieren. Anfangs sollst du ein Ziel für dein Investment angeben: Zusätzliches Einkommen, Ruhestand, einen Urlaub etc… Das ist aber mehr Spielerei - ich habe “Zusätzliches Einkommen” ausgewählt. Auch kann man einstellen für wie viele Jahre man das Geld anlegen möchte. Auch das ist zweitrangig. Ich habe einfach 5 Jahre angegeben.

 

Bondora Go and Grow Erfahrungen
Bondora Go and Grow Einstellungen

 

Bei mir schaut das Bondora Go & Grow Konto aktuell so aus: 

Bondora Go & Grow Erfahrungen
Bondora Go & Grow Dashboard

Eingezahlt habe ich wie oben erwähnt 4.000 € im Oktober 2019. Die restliche Summe bei “Hinzugefügt” resultiert eben aus Restguthaben und Rückflüssen meines Autoinvestportfolios. 122,42 € an Gewinn hat mein Go & Grow Konto bislang schon erwirtschaftet. Anzumerken ist noch, dass Auszahlungen fix 1 € Gebühr kosten und dass Bondora darauf hinweist, dass die Rendite von 6,75 % nicht garantiert ist. 

 

Fazit Go and Grow Bondora

 

Ich schätze Go & Grow also aufgrund der Flexibilität und Einfachheit und werde hier im Laufe des Jahres sicher noch einmal aufstocken und eben weiterhin die Rückflüsse aus dem Autoinvestor in Go and Grow verschieben. 

 

Hier noch ein Auszug von der Bondora Website zu Go and Grow:

 

"Go & Grow ist die beliebteste und vertrauenswürdigste Art, bei Bondora zu investieren. Ganz gleich, ob Sie Rentner sind oder ein 18-jähriger Student in Berlin und Sie ganz neu in die Welt der Investitionen einsteigen – Go & Grow wird Ihnen bei der Erreichung Ihrer Ziele helfen. [...] 

Mit Go & Grow können Sie mit nur wenigen Mausklicks mit dem Investieren beginnen und eine beeindruckende Rendite von bis zu 6,75 %* pro Jahr erzielen. Sobald Sie Geld auf Ihr Konto eingezahlt haben, können Sie Ihre Rendite täglich einsehen und verfolgen. Darüber hinaus gibt es keine Mindestlaufzeit, über die Sie Ihre Investition halten müssen. Genau das Richtige für Sie? Es gibt noch mehr.

Seit Jahren gibt es eine große Nachfrage seitens der Investoren nach einem einfachen Produkt, das eine zuverlässige Nettorendite einbringt und von einer vertrauenswürdigen Plattform angeboten wird. Go & Grow hat wichtige Vorteile, die unsere anderen Produkte (Portfolio-Manager und Portfolio Pro) nicht bieten können. Genauer gesagt spricht es alle diejenigen an, die sich unkomplizierte Investitionen mit geringerem Risiko, schnellerer Liquidität und automatisierten Funktionen vorstellen."

 

Ein Tipp noch: Also ich anfangs bei Bondora in Go & Grow investieren wollte, habe ich im Menü diese Option gar nicht gefunden. Nach einiger Zeit bin ich darauf gekommen, dass ich diese Option im Menü erst aktivieren muss (klicke oben auf deinen Namen und dann auf “Ansicht ändern” und aktivier dort Go & Grow):

Go and Grow Bondora Erfahrungen
Bondora Go & Grow Ansicht ändern

Wie schon bei Mintos, kannst du dir auch bei Bondora bei Registrierung über meinen Empfehlungslink einen Vorteil sichern: Du erhältst 5 € von Bondora auf dein Investorenkonto gutgeschrieben, wenn du meinen Link nutzt:

Estateguru Erfahrungen

Kommen wir zuletzt noch zu Estateguru. 

 

Estateguru halte ich für eine tolle Ergänzung zu Mintos und Bondora Go and Grow, weil hier der Fokus auf Immobilienkrediten liegt. Es handelt sich also um Immobilien-Crowdinvesting. Die Zinsen liegen meist um die 11 % und bis heute ist bei mir noch kein Kredit ausgefallen. Investiert habe ich in Estateguru erstmals im September 2017 mit 1.500 €. Im September 2018 habe ich dann nochmal 1.000 € nachgefeuert. Auch im März 2019 konnte ich nochmal 1.000 € investieren, wodurch sich das Gesamtinvestment bei Estateguru auf 3.500 € beläuft. Wie du in einem der Screenshots oben bei Mintos siehst, investiere ich bei Mintos hauptsächlich in Verbraucherkredite und Autokredite.  Bei Bondora nutze ich Go & Grow als flexibles P2P-Investment. Was fehlt dann noch, um die Diversifizierung weiter voranzutreiben? Genau, Immobilienkredite. Und genau die findet man eben mit tollen Renditen bei Estateguru. 

 

Hier ein Einblick in unsere zwei Dashboards (ein Account hat meine Frau, einen habe ich):

Estate guru Risiko Immobilienkredite
P2P Plattform Estateguru
Estate guru Erfahrungen
P2P Plattform Estateguru

Man sieht erstmal, dass meine Frau (unterer Screenshot) bessere Renditen eingefahren hat als ich ;) Die Renditen zwischen 10,5 und 11,5 % können sich sehen lassen. Fast 500 € haben wir in Summe nun schon an Zinsen auf unser Estateguru Konto erhalten. Auch zu sehen ist, dass einige Projekte auf “in Einholung” stehen, was erstmal wieder die Alarmglocken läuten lassen könnte. Allerdings mache ich mir da keine Sorgen. Bislang ist bei Estateguru noch kein Kredit ausgefallen und das Geld wurde immer eingetrieben. Von daher ist das “ganz normal”. 

 

Was das Investieren bei Estateguru betrifft, so gibt es auch einen Autoinvestor, den ich hier jedoch nicht nutze. Anders als bei Mintos, wo man bereits ab 10 € pro Kredit investieren kann, liegt diese Mindestgrenze bei Estateguru bei 50 €. Wenn man den Autoinvestor nutzt und einige Einstellungen wie Kreditlaufzeit, Zinsatz etc steuern will, muss man sogar 250 € pro Kredit investieren, was mir zu viel ist. Also habe ich manuell jeweils 50 € pro Immobilienkredit investiert. Klingt erstmal nach viel Aufwand, denn wenn du beispielsweise 1.000 € investierst, musst du 20 Projekte manuell aufrufen und jeweils 50 € investieren. Aber glaub mir, das ist sehr unkompliziert.

 

Estateguru informiert regelmäßig über neue Projekte, die meist auch recht schnell voll investiert sind. Was du also am Anfang tun solltest: Regelmäßig E-Mails checken (ist dank mobiler App ja kein Problem) und sobald eine Nachricht über ein neues Projekt bei Estateguru erscheint, hierein investieren (falls die Konditionen für dich passen). Ehrlicherweise achte ich meist nur auf den Zinssatz (11 % oder mehr) und auf die “Stufe” in der sich das Projekt befindet und nehme keine Kredite, die bereits in Stufe 10 oder ähnlichem sind, sondern eher ganz neue. 

 

Mit dieser Methode hast du schon bald das Geld auf verschiedene Projekte aufgeteilt und bist schön diversifiziert. Unter 1.000 € würde ich persönlich aber wohl nicht bei Estateguru starten, eben weil du dann nicht breit genug auf verschiedene Projekte diversifizieren kannst. 

 

Fazit zu Estateguru 

 

Bei Estateguru ist bis heute kein Projekt ausgefallen und die Plattform hat seit Jahren mein Vertrauen. Ich werde in 2020 definitiv nochmal 1.000 € dort investieren und bewerte die Plattform wegen ihrer bisherigen Bilanz, den tollen Renditen und der Möglichkeit in Immobilienkredite zu investieren, auf jeden Fall positiv.

 

Und auch bei Estateguru kannst du von meinem Empfehlungslink profitieren: Du erhältst 0,5 % deiner Investitionssumme der ersten 90 Tage als Bonus gutgeschrieben:

P2P-Plattformen - Estateguru, Bondora Go & Grow und Mintos Erfahrungen - Fazit

Wie du aus dem Artikel vermutlich schon herauslesen konntest, gibt es gute Gründe für mich, weshalb ich diesen drei P2P Plattformen das meiste Geld anvertraue: Mintos ist der Platzhirsch und hat das meiste Vertrauen der Investoren, man hat sehr viele und doch übersichtliche Möglichkeiten beim Autoinvest (gute Transparenz) und viele Kredite vor allem im Bereich Autofinanzierung und Verbraucherkredite. Bondora Go and Grow ist eine tolle Beimischung, um flexibel und breit gestreut Cashreserven zu parken, die man nicht von Nullzinsen auffressen lassen möchte. Es ist sehr simpel einzurichten, gewinnt immer mehr Vertrauen und ist maximal flexibel. Estateguru ergänzt das Ganze sehr schön durch die makellose Bilanz und die Möglichkeit in Immobilienkredite zu investieren, zudem locken tolle Renditen. 

 

Mit diesen drei Plattformen hat man zudem eine schöne Diversifizierung, weil:

  • Vielzahl an Krediten durch geringes Mindestinvest bei Mintos von 10 € pro Kredit
  • Breite Streuung an Kreditarten (Immobilien, Hypotheken, Autokredite, Verbraucherkredite…)
  • Streuung zwischen den Plattformen (nicht nur 1 Plattform sondern 3 Plattformen) 

Ich denke so kann man sein P2P-Investment sinnvoll strukturieren und das Risiko senken - wobei dies natürlich bei P2P-Krediten immer vorhanden sein wird.

Ich werde meine Positionen bei allen drei Plattformen ausbauen und Ende des Jahres ein neues Fazit ziehen. Auch nach nun 3,5 Jahren bin ich nach wie vor von dem Konzept und den Plattformen überzeugt und erfreue mich täglich an den neuen Zinszahlungen, die auf mein Plattformkonto eintrudeln.

 

Wenn du dir ein Konto bei einer der Plattformen, oder gar allen drei einrichtest, freue ich mich, wenn du meine oben genannten Empfehlungslinks benutzt.

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Tobi (Sonntag, 03 Mai 2020 13:17)

    Ich habe mir eben deinen Artikel zu den p2p-Krediten durchgelesen. Lässt sich super lesen und hört sich sehr interessant an :)

    Eine Frage habe ich dazu aber noch, wie verhält sich es bei dem Thema mit Steuern?

    Gruß

    Tobi :)

  • #2

    Tobi (Sonntag, 03 Mai 2020 13:18)

    Noch ein Hinweis ;)

    Habe einen Kommentar geschrieben, hier erstellt er aber 2 draus. Hier scheint wohl ein bug zu sein.

  • #3

    Zinskraft (Sonntag, 03 Mai 2020 14:50)

    Hallo Tobi,

    danke für das Lob :) Einen sehr sehr aufschlussreichen Artikel zum Thema P2P und Steuern findest du hier: https://passives-einkommen-mit-p2p.de/alternative-besteuerung-von-p2p-krediten/

    Demnach gibt es zwei Sichtweisen dazu - für welche du dich entscheidest, musst letztlich du entscheiden bzw den Steuerberater konsultieren :)