Bezahlung der Bestellung & Quality Inspection

Wenn du deine Samples auf Herz und Nieren getestet hast und ggf. hast anpassen lassen, alles mit dem Logistiker geklärt hast und die erforderlichen Prüfungen hast durchführen lassen, solltest du dir nochmal ein “Golden Sample” vom Hersteller zusenden lassen. Quasi die finale Version, auf der anschließend die Massenproduktion basieren soll. Wenn dann wirklich alles passt und geklärt ist, kannst du deinen Hersteller mit der Großproduktion beauftragen. Hierbei stellt sich die Frage der Bezahlung. Doch bevor wir dazu kommen, solltest du zuvor unbedingt noch eine Quality Inspection einplanen. Diese Dienste bieten - genau wie für die Prüfung und Zertifizierung - beispielsweise Qima oder v-trust an. Dabei sendet die Firma einen Inspekteur zu deinem Hersteller, der sich den Produktionsprozess und die Qualität der Ware während der Produktion genau begutachtet. Was genau geprüft und untersucht wird, kannst du vorher festlegen bzw. mit Qima oder v-trust abklären. Beispielsweise kannst du auch vorgeben, dass auf hochwertige Kartons geachtet werden soll, damit die Ware nicht völlig zerknautscht oder zerdrückt bei dir bzw. bei Amazon ankommt.

 

Es bietet sich auch an, zuvor mit dem Hersteller einen Vertrag (Purchase Agreement) zu schließen, in dem genau festgehalten wird, welche Qualität die Ware haben soll und welche Fehlerquote akzeptabel ist, um hinterher auch den vollen Preis zu verlangen bzw zu zahlen.

 

Eine kleine Info benötigt der Hersteller (neben deinen Unternehmensdaten) außerdem noch, und zwar die Shipping Marks für die einzelnen Kartons, in die deine Ware gepackt wird. Hier sollten Angaben wie dein Name bzw. der deiner Firma, Adresse, Inhalt des Kartons inkl. Gewicht abgedruckt werden.

 

Nun aber zur Bezahlung: Gängig ist eine Anzahlung vor Produktionsstart von 30 - 50 % zu leisten und dann 50 - 70 % nach Fertigstellung der Produktion und erfolgreicher Quality Inspection. Bezahlmöglichkeiten gibt es verschiedene. Nach einigen Recherchen zum Thema Bezahlung hat sich herauskristallisiert, dass eine einfach Banküberweisung Nachteile im Vergleich zu folgender Vorgehensweise bietet: Die Überweisung mittels Alibaba TradeAssurance über Azimo. Durch die TradeAssurance bei Alibaba hat man einen gewissen Schutz wenn mit der Lieferung etwas nicht in Ordnung ist. Kann man nachweisen, dass der Hersteller Mist gebaut hat, kann man die TradeAssurance ggf. in Anspruch nehmen. Allerdings musst du dies im Zweifelsfall erst einmal klar nachweisen können. Näheres zum Ablauf der TradeAssurance findest du hier. Bei der Suche nach einem Hersteller via Alibaba kannst du übrigens direkt nach Herstellern filtern, die eine Trade Assurance anbieten.

 

Nun zu Azimo: Azimo ist ein Zahlungsdienstleister extra für Auslandsüberweisungen und bietet im Normalfall bessere Konditionen an, als wenn du die Überweisung direkt von deinem Geschäftskonto nach China veranlasst. Dabei überweist du den Betrag zunächst an Azimo (deutsches Konto) und von dort aus wird das Geld dann an das Konto deines Händlers in China transferiert. Im Normalfall sollte dich diese Variante günstiger kommen als die direkte Überweisung. Da die Konditionen sich aber laufend ändern, solltest du dies immer genau nachprüfen.

 

So leistest du dann zunächst deine Anzahlung und nach Produktion und erfolgter Quality Inspection den Restbetrag.