Wie finde ich passende Keywords und wie gestalte ich mein Amazon-Listing?

Während deine Ware unterwegs ist, solltest du bereits das Listing anlegen, was vornehmlich bedeutet: Einen passenden Titel, Bullet Points, Produktbeschreibung erstellen, den Verkaufspreis festlegen, die Produktfotos hochladen und Backendkeywords hinterlegen.

 

Der Produkttitel und die Bullet Points sind enorm wichtig, um hier relevante Keywords unterzubringen (damit dein Produkt auf Amazon auch von potentiellen Kunden gefunden werden kann) und gleichzeitig das Produkt ansprechend zu beschreiben - und das Ganze mit klarer Zeichenbegrenzung. Der Titel sollte auf 100-150 Zeichen begrenzt sein und die Bullet Points dürfen in Summe maximal 1.000 Zeichen betragen (5 Bullet Points à 250 Zeichen).

 

Wichtig hierbei ist, dass Titel, Bullet Points und die Produktbeschreibung Benefit-Orientiert formuliert werden. Welchen Mehrwert hat der Kunde wenn er dein Produkt kauft? Das muss hier genau hervorgehoben werden. Sagen wir du verkaufst Selfie-Sticks. Dann wäre ein schlechter Bullet-Point: “Stufenweise ausziehbar bis 60cm Länge”. Besser wäre: “Der Stick ist stufenweise bis zu 60 cm verlängerbar, sodass du je nach Hintergrund immer die optimalen Ausschnitte festhältst.”  

 

Okay, an meinem Beispiel könnte man nun sicherlich auch noch feilen aber ich denke es wird klar, was ich meine. Es soll im obigen Beispiel der Vorteil der stufenweise Ausziehbarkeit hervorgehoben werden. Also dass bei einer Berglandschaft der Stick weit ausgefahren werden kann und wenn der Hintergrund eben nicht so hübsch ist und die Gesichter im Vordergrund stehen sollen, eine kürzere Länge gewählt werden kann. Versetze dich einfach einmal in den Kunden hinein. Er will ja wissen, was ihm die stufenweise Ausziehbarkeit des Selfie-Sticks bringen soll! Nach dem selben Prinzip sollte auch der Titel gestaltet werden. Achte darauf, alle relevanten Keywords und Synonyme unterzubringen. Die relevanten Keywords, die du im Titel und den Bullet Points nicht unterbringen kannst, fügst du einfach am Ende bei den Backendkeywords ein (die Backendkeywords sieht der Kunde nicht). Das genaue Prozedere für das Anlegen des Produkts inklusive Listing werde ich in meinem bald erscheinenden FBA Kurs zeigen. 

 

Hier ein Beispiel für ein sehr gut optimiertes Listing mit hochwertigen Produktbildern sowie gutem und aussagekräftigem Titel und Bullet Points:

Im obigen Beispiel gibt es sehr scharfe, hochqualitative und vor allem mehrere Fotos, die das Produkt genau darstellen und die Vorzüge beschreiben.

 

Die Bullet Points und der Titel enthalten viele nützliche Keywords und sind benefitorientiert formuliert.

 

Hier ein Negativbeispiel, ebenfalls für eine Haarbürste:

 

 

Beim Negativbeispiel gibt es lediglich ein Foto, welches nicht sehr qualitativ ist und lediglich eine Sicht “von oben” darstellt.

 

Die Bullet Points sind kurz und nicht benefitorientiert gehalten (vor allem der Punkt “Farbe: schwarz” ist ein extrem schlechter Bullet Point: Ohne Nutzen und ohne Unterbringung relevanter Keywords.

 

Fragt sich noch, wo und wie du relevante Keywords für dein Listing und die Backendkeywords findest. Neben gesundem Menschenverstand und der Suche nach Synonymen auf Google, bietet sich zu Recherche unbedingt ein Keyword-Tool an. Beispielsweise findest du bei JungleScout* neben dem Produktrecherche Tool welches ich selbst auch nutze, auch ein Keyword Research Tool namens “Keyword Scout”, das dir nicht nur wichtige Keywords für dein Listing ausspuckt, sondern auch das zugehörige Suchvolumen je Keyword. Somit erfährst du nicht nur, welche Keywords vorwiegend gesucht werden, sondern auch wie häufig welches Keyword gesucht wird. Die häufig gesuchten kannst du dann besonders Prominent (im Titel) verbauen und auch später in den Werbeanzeigen mit höheren Klickpreisen befeuern und prüfen, wie dein Produkt auf bestimmte Keywords rankt, also an welcher Stelle es in den Suchergebnissen bei welchem Keyword erscheint. 

 

Bevor du bei deinem Listing also einfach “drauflos schreibst”, solltest du die relevanten Keywords und besonders Longtail-Keywords identifizieren und diese dann clever in deinem Titel, den Bullet-Points und der Produktbeschreibung unterbringen. Beachte, dass Titel und Bullet Points deutlich relevanter sind als die Produktbeschreibung. 

 

Wenn du deine Marke bei FBA registriert hast, dann hast du auch die Möglichkeit, so genannten Enhanced Brand Content in dein Listing einzubauen. Dadurch kannst du in der Produktbeschreibung nicht nur einen reinen Fließtext unterbringen, sondern auch Bilder und weitere layouttechnische Optimierungen. Auch darauf gehe ich in meinem Kurs, an dem ich aktuell bastel, näher ein. 

 

Sobald dein Produkt dann bei Amazon eingelagert wurde und Live geht, solltest du auch die Indexierung deiner Keywords prüfen. Dazu gibt es Tools, allerdings funktioniert dies auch manuell. Gib dazu in der Amazon Suchleiste einfach deine ASIN (dies ist eine indivuelle Produktnummer, die Amazon jedem Produkt zuteilt) in die Suchleiste ein und dahinter das Keyword, das du prüfen möchtest. Erscheint dann dein Produkt in den Suchergebnissen, rankt es zu diesem Keyword - das Keyword wurde also indexiert.


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