Wie umfangreich und wie teuer soll mein Buch sein?

Klassiche Anfangsfragen die ich oft höre sind: Wie soll man denn ein Buch pro Monat herausbringen, ein Buch ist doch extrem viel Aufwand! Über welche Themen soll ich denn schreiben, bzw. schreiben lassen?

 

Hier gleich ein wichtiger Hinweis: Die Bücher, die lukrativ sind und sich für uns lohnen, sind keine Bücher, an denen monatelang recherchiert werden muss und die mehrere hundert Seiten umfassen. Das würde deine Kosten (falls du das Buch schreiben lässt) sprengen oder zu viel deiner Arbeitszeit (falls du es selber schreibst) in Anspruch nehmen. Bücher an denen lange geschrieben wurde, die sehr umfangreich sind und die ggf. viel Zeit für Analysen, Interviews oder Recherche gekostet haben, bewegen sich bei Amazon bei Taschenbuch- und eBook-Preisen von etwa 15 - 25 Euro. Wir möchten im Verkaufspreis eher 3,99 € für das eBook und etwa 7,99 € für das Taschenbuch anpeilen. Insofern haben wir eher den Anspruch, Themen kürzer und allgemeiner zu besprechen, sodass sich der Leser kompakt einen ersten Überblick über ein Thema verschaffen kann und nicht ewig herumgoogeln und sich durch verschiedene Webseiten, Artikel etc. klicken muss. Wir geben dem Kunden also eine kompakte und sinnvoll strukturierte Zusammenfassung über ein Thema an die Hand, damit er sich leicht verständlich in diese Thematik einarbeiten kann und einige interessante Tipps erhält.

Hier erkennst du auch bereits, dass unsere Bücher keine Romane oder fiktiven Geschichten sind, sondern wir uns bei KDP als Selfpublisher eher im Bereich Ratgeber oder Rezeptbücher bewegen sollten. Natürlich kannst du aber auch deinen Roman veröffentlichen, spricht generell nix dagegen ;-)

 

Was die Länge betrifft, so variiert dies natürlich und liegt bei dir, ob du eher längere oder kürzere Texte veröffentlichen möchtest. Meist bewegen sich viele Selfpublisher-Ratgeber zwischen 10.000 - 20.000 Wörtern. Bei der Veröffentlichung über KDP kannst du beim Taschenbuch auswählen, welches Format das Taschenbuch haben soll. Meist wähle ich das kleinste Format (5x8”) aus, was etwa der Größe A5 entspricht. Bei etwa 12.000 Wörtern kommt man dann (natürlich je nach Formatierung) auf etwa 100 Buchseiten. Ich halte 10.000 - 15.000 Wörter daher für einen guten Mittelweg, da 100 Seiten für einen Ratgeber meiner Meinung nach nicht zu wenig sind und sich zum anderen die Kosten für den Ghostwriter (oder der Zeitfaktor, falls du selber schreibst) noch im Rahmen hält.

 

Ghostwriter, die dir ordentliche Texte schreiben, bekommst du für etwa 2 - 4 Cent pro geschriebenem Wort. Es geht auch günstiger, aber Qualität sollte hier im Vordergrund stehen, sonst hagelt es nach einiger Zeit natürlich negative Rezensionen. Es geht natürlich auch teurer, aber mehr als 4 Cent für Ratgebertexte würde ich persönlich nicht zahlen. Dann würde ich diese vermutlich lieber selber recherchieren und schreiben. Denn überlege einmal: Dich in ein Thema einzuarbeiten, die wichtigsten Fakten zu erkennen, sinnvoll zu strukturieren und dann auf 10.000 Wörter auszuformulieren ist auch kein Hexenwerk, wenn du gut schreiben kannst und halbwegs intelligent bist; es kostet aber eben durchaus etwas Zeit.

 

Meist benötigt der Ghostwriter für einen solchen Text etwa 2-3 Wochen. Der Kostenfaktor liegt dann für dich bei etwa 200 - 600 Euro (nach oben offen). Wo du Ghostwriter findest, beschreibe ich in einem anderen Unterkapitel. In meinem Kurs an dem ich aktuell arbeite und der bald hier auf der Website zur Verfügung stehen wird, gebe ich dir zudem die Kontakte meiner Ghostwriter an die Hand, sodass du dir diese Recherche dann grundsätzlich schon einmal sparen kannst. Ich bin mit den Ergebnissen meiner Ghostwriter regelmäßig sehr zufrieden und muss anschließend nur noch wenig Zeit in Korrekturen, Ergänzungen und Formatierung stecken.

 

Eine beliebte Frage, die ich oft zu hören bekomme, ist auch: Wieso veröffentlicht der Ghostwriter dann nicht einfach selbst das Buch, sondern tritt die Nutzungsrechte an dich ab? Nun, diese Frage habe ich mir anfangs auch gestellt. Ich habe dazu auch noch keinen Ghostwriter befragt, aber naheliegend sind folgende Gründe:

  1. Der Ghostwriter schreibt einfach gerne Texte und will mit den weiteren Arbeitsschritten, die zu einer Veröffentlichung gehören (Covererstellung, Marketing, Keywordrecherche, Themenrecherche, Formatierung etc.) nix am Hut haben.

  2. Der Ghostwriter erhält sicher seine einmalige Zahlung und trägt kein weiteres Risiko. Du hingegen gehst in's Risiko: Du zahlst mehrere hundert Euro und weißt nicht sicher, ob und wann sich die Ausgaben wieder egalisieren.

Vergiss nicht: Meine ersten beiden Bücher waren aufgrund mangelhafter Recherche Rohrkrepierer. Bis ich da die Ausgaben für das Buch wieder drin habe, werden noch viele Monate vergehen. Andererseits kannst du die Ausgaben wenn das Buch gut läuft bereits nach ein bis zwei Monaten wieder drin haben und ab da an bleibt es dauerhaft online und spielt Geld ein. Daher ist auch der Rechercheprozess im Vorfeld so wichtig, den ich in diesem Unterkapitel näher beschreibe. 

 

Übrigens: Mache nicht den Fehler und übernimm blind die Texte, die der Ghostwriter dir liefert, sondern lies sie aufmerksam durch und passe sie ggf. an und merze vor allem Rechtschreibfehler aus! Wenn du dich selbst nich fähig fühlst, das Lektorat durchzuführen, dann suche dir dazu einen Freelancer, z.B. auf Fiverr*. Gerade bei unlogischem Satzbau oder vielen Rechtschreibfehlern wird es sonst früher oder später negative Rezensionen hageln. Zudem wäre es mir persönlich auch peinlich Bücher zu veröffentlichen, die ich vorher nicht einmal selbst gelesen und ggf. korrigiert habe. Zwar zählt bei KDP, genauso wie im T-Shirt-Business, durchaus die Quantität, aber auch die Qualität sollte dabei nicht leiden. Schließlich möchtest du langfristig erfolgreich sein. Veröffentliche also nicht am Fließband, sondern gib dir lieber etwas Zeit, um an der Qualität zu feilen - das zahlt  sich langfristig eher aus.


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