Zu simpel um wahr zu sein? Wo liegen die Risiken & Gefahren beim Shirt-Business?

Das “T-Shirt Business” ist generell durchaus als ein einfaches und unkompliziertes “Einstiegsbusiness” für eine Online-Tätigkeit zu sehen. Sofern man selbst zeichnen kann und auf Werbeanzeigen zunächst verzichtet, hat man keine Ausgaben. Man kann sofort mit dem Verkauf starten und sich Schritt für Schritt durch immer mehr Designs ein Nebeneinkommen aufbauen. Aber wo liegen Fallstricke oder negative Aspekte?

 

Ein Thema, das unbedingt beachtet werden sollte, sind die rechtlichen Aspekte bei der Veröffentlichung von Designs und Sprüchen zur kommerziellen Nutzung. Zum einen solltest du jeden Spruch oder jedes Wort, das du in dem Design oder im Listing verbaust, auf eingetragene Marken prüfen. Teilweise sind die unmöglichsten Ausdrücke geschützt, bei denen man niemals gedacht hätte, dass diese problematisch sein können!

 

Recherchieren solltest du diese beim Deutschen Patent- und Markenamt  sowie für die USA bei USPTO.

  

Beispielsweise ist tatsächlich der Ausdruck “Kleine Schwester” geschützt:

Wenn du vermeiden möchtest, dass irgendwann eine Abmahnung ins Haus flattert, solltest du alle Sprüche ausgiebig recherchieren, bevor du diese verwendest. Doch auch wenn deine Recherche nichts ergibt und du den Spruch oder die Wortkombi dann so verwendest, solltest du regelmäßig prüfen, ob nicht im Nachhinein eine entsprechende Marke angemeldet wurde. Ich denke das machen die Wenigsten, aber grundsätzlich wäre es klug. Das kann man aber dann ggf. auch an einen VA (Virtual Assistent) auslagern, da diese Arbeit sicher keinen Spaß macht. Da 100%ige Sicherheit wohl nie besteht, empfehle ich auch eine entsprechende Versicherung, die auch einen Abmahnschutz beinhaltet. Persönlich habe ich die Online-Shop Versicherung der HISCOX, die du dir hier* genauer anschauen kannst. Ob diese dann wirklich greift, muss sich natürlich zeigen. Eine solche Versicherung sollte meiner Meinung nach aber ohnehin jeder Einzelunternehmer haben. Schließlich können auch aus diversen anderen Gründen Abmahnungen eintrudeln.

 

Ebenso verhält es sich mit den Designs, die du von deinen Designern erhältst. Generell solltest du deine Designer anfangs darauf hinweisen, dass die Designs in jedem Falle Eigenkreationen sein sollen und nichts bereits bestehendes aus dem Internet verwendet werden sollte. Lass dir neben den fertigen .png Dateien daher auch gern immer die .psd oder .ai Datei liefern. Trotzdem solltest du zumindest am Anfang wenn eure Zusammenarbeit noch nicht lange besteht, die Designs auf Copyright Verletzungen prüfen. Dazu kannst du zum Beispiel die reverse Bildersuche bei Google nutzen. Klicke bei Google auf “Bilder” und dann auf das Fotosymbol:

 

 

Anschließend gehst du auf “Bild hochladen” und wählst dein Design vom Computer aus.  Google durchforstet dann das Netz nach ähnlich aussehenden Bildern und in diesen Suchergebnissen ist dann hoffentlich kein Design dabei, welches deinem stark ähnelt oder sogar 1:1 identisch ist. Ich hatte leider bei einem Designer, den ich auf upwork.com gefunden hatte mal das Problem, dass er wirklich 1:1 Bilder aus der Google Suche genommen hatte - das geht natürlich gar nicht...

 

Ebenso kannst du auf Spreadshirt oder Amazon die Suchbegriffe deines Designs eingeben und schauen, ob stark ähnliche oder sogar identische Designs vorhanden sind. 

Letztendlich kann man sich nie 100%ig sicher sein, aber mit diesen Prüfvorgängen kannst du möglicherweise zumindest sehr grobe Verstöße vermeiden.

 


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