Bauchgurt oder Miederhosen nach der Schwangerschaft?

Ist ein Bauchband oder ein Mieder nach der Geburt sinnvoll? Welche Unterschiede gibt es?


Nach den ersten freudigen Momenten mit dem Nachwuchs, den Strapazen der Geburt und den Besuchen von Freunden und Familie sollte die frischgebackene Mama in erster Linie auch auf sich selbst und ihren Körper schauen: was tut mir gut? Was kann mein Wohlbefinden steigern? Das sind wichtige Gedanken, um in den eigenen Körper hineinzuhören und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

 

Teil dieser Maßnahmen ist in vielen Fällen auch eine Miederhose oder ein Bauchgurt, oft auch als Bauch weg Hose oder Bauch weg Gurt bezeichnet. Doch benötigt man diese Dinge? Und wie unterscheiden sich die einzelnen Modelle?

 

Grundsätzlich dienen Rückbildungsmieder und Bauchgurte (auch postnatales Band genannt) dem selben Zweck: Sie fungieren als Bauchstütze, beziehungsweise als Stützgürtel nach der Geburt und sorgen dafür, dass nicht nur der Bauch sondern das gesamte Gewebe im Unterleib gestützt und in Form gehalten wird. Dadurch wird der Unterleib entlastet und die natürliche Rückbildung v.a. im Bauchbereich im wahrsten Sinne des Wortes "unterstützt". Oftmals werden auch im Bauchraum vorhandene Schmerzen gelindert und das allgemeine Körpergefühl, gerade bei einer Rektusdiastase, verbessert. Die meisten Modelle sind in der Größe anpassbar, sodass die optimale Spannung eingestellt werden kann. Der Gurt kann problemlos unter der Kleidung und auch nachts getragen werden.

 

Während der Bauchgurt bzw. das Bauchband tatsächlich nur um den Bauch- und Hüftbereich "gewickelt" wird, handelt es sich bei der Miederhose - wie der Name schon sagt - um ein Höschen, das nach oben hin bis über den Bauchnabel hinausragt. Der Zweck ist dabei der selbe wie der des Bauchgurts. Was man bevorzugt ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Tragekomforts.

 

Bauchgurt nach Kaiserschnitt?

Auch und gerade nach einem Kaiserschnitt kann ein Bauchgurt getragen werden und das Körpergefühl der Mutter deutlich verbessern und den Bauch in angenehmer Art und Weise stützen. Dies sollte aber in jedem Fall nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen, da der Gurt nicht direkt und zu stark auf die Narbe drücken sollte.

 

Hinsichtlich des Tragekomforts, der Materialien und der Passform gibt es einige Unterschiede zwischen den Modellen, die wir uns in diesem Vergleich näher angesehen haben.

Wichtig ist an dieser Stelle noch festzuhalten, dass zur Förderung der Rückbildung niemals NUR ein Bauchgurt genutzt werden sollte, sondern dass dieser lediglich als Ergänzung anzusehen ist. Denn dieser stützt und lindert oftmals Schmerzen, jedoch nimmt er den Muskeln auch etwas Arbeit ab.

 

Damit diese in der Folge nicht degenerieren, ist nach etwa 6-8 Wochen nach der Entbindung (dies ist sehr individuell) ein langsamer Einstieg in professionelle Rückbildungsgymnastik eine wichtige Rückbildungsmaßnahme. Mehr dazu lesen Sie hier.