Wo sehe ich mich in 5 Jahren? | Wachstum v.s. Lebenszeit

Wir kennen die “Wo sehe ich mich in 5 Jahren”-Frage in erster Linie aus Vorstellungsgesprächen, aber sie ist ein interessantes Gedankenspiel, das dabei helfen kann, unser Verständnis der eigenen Ziele, Wachstum, Lebenszeit usw. zu verbessern.

Heute will ich dir meine persönliche Meinung vorstellen und erklären, wie meine dahinterstehende Philosophie aussieht. 

Wo sehe ich mich in 5 Jahren - und wo nicht

Wenn wir Leuten die “Wo sehe ich mich in 5 Jahren”-Frage stellen, kommt oft eine typische “höher, schneller, weiter”-Antwort. Viele Leute möchten mehr verdienen, mehr besitzen, ihr Unternehmen vergrößern, ein neues Gründen usw. Wir hören von Karrieresprüngen, teuren Autos und mehr.

 

Auch ich möchte natürlich mit meinen Einkommensströmen nicht dauerhaft auf der Stelle treten und irgendwann evtl. einmal einen Hauptjob daraus machen. Wenn ich einmal genug Einnahmen aus den E-Books und Co. erziele, kann ich mir gut vorstellen, meine “normale” Arbeitszeit zu reduzieren.

 

Größerer Reichtum ist allerdings nicht für mich interessant, wenn er durch mehr Zeit/Arbeit erkauft wird. Meine Lebenszeit ist mir zu kostbar, um sie dauerhaft an eine Karriere oder die Sorge um Geld zu verschwenden und immer nach mehr zu streben.

 

Wie viel will ich investieren?

Damit bin ich sicher nicht allein! Gleichzeitig bin ich allerdings bereit, für dieses Ziel auch zurückzustecken und zum Beispiel weniger zu investieren. Viele angehende Unternehmer nehmen sich vor, dieses Jahr 10.000 Euro anzulegen, im Folgejahr 15.000, dann 20.000 usw. Solche klaren Ziele in Form von konkreten Zahlen habe ich nicht.

 

Solange zumindest ein bisschen Kapital übrig bleibt, mit dem ich Aktien etc. kaufen kann, bin ich schon zufrieden. Ein ausreichendes Einkommen und einige hundert Euro für Investments würden mir bei weitem genügen. Die Marschroute ist dabei natürlich immer buy and hold und eine breite Diversifizierung, um vor allem erst einmal die Inflation aufzufangen, ohne großartige Risiken einzugehen und ohne mich mehr als ne Stunde im Monat mit den Investments beschäftigen zu müssen.

 

Das bringt uns zu dem Punkt, an dem meine persönliche Einstellung von den Meinungen vieler, denen wir die “Wo sehe ich mich in 5 Jahren”-Frage stellen, abweicht: Ich bin bereit, die Arbeitszeit herunterzufahren, wenn ich ein ausreichendes Nebeneinkommen - d.h. genug, um von den zusätzlichen Einkommensströmen leben zu können, erreicht habe. Genug zum Leben und darüber hinaus noch etwas zu sparen/investieren, reicht mir hier klar aus. Insofern brauche ich keine 10.000 € im Monat erzielen, was das Ziel vieler anderer "Online Unternehmer" ist.

 

Kein neues Hamsterrad!

Ziel für mich ist vor allem aus dem Hamsterrad auszubrechen und zu 100% abhängig vom Hauptjob zu sein. Finanzielle Freiheit zum Beispiel durch ein passives Einkommen und lukrative Nebentätigkeiten zu realisieren würde es erlauben, viel Stress und alltägliche Problem zu beheben. Investieren und Online-Unternehmungen klingen also erstmal immer nach Zeit und Arbeit, im Endeffekt führen sie jedoch dazu, dass man eben nicht mehr allzu sehr aufs Einkommen schauen muss, da man weiß, dass ebenjenes nicht nur aus einer einzigen Quelle gespeist wird.

 

Ist der Punkt erreicht, an dem ich von meinem Einkommen aus meinen unternehmerischen Tätigkeiten wie dem T-Shirt oder E-Book Verkauf leben kann, kann ich mir natürlich vorstellen, meinen Vollzeitjob zurückzufahren und nicht noch mehr Arbeit “on top” zu haben. 

 

Gleichzeitig will ich aber keinesfalls die dadurch freigewordene Lebenszeit mit einer anderen Jobtätigkeit wieder auffüllen! Es geht darum, die mir zur Verfügung stehende Zeit nicht mit Arbeit und Finanzen vollzustopfen, sondern sie für meine Familie und meine persönliche Weiterentwicklung zu haben. Würde ich meinen alten 40-Stunden-Job gegen 40-Stunden-Nebentätigkeiten eintauschen, hätte ich nicht viel gewonnen!

 

Eine Frage der Genügsamkeit

Wie viel ich in 5 Jahren mit meinem Online-Business verdienen möchte, um finanziell unabhängig zu sein, ist eine persönliche Zahl. Andere Menschen können logischerweise mehr oder weniger benötigen, um ihren präferierten Lebensstandard zu halten. 

 

Ich zähle mich selbst zu den genügsamen Personen und gebe im Grunde außer für die Standard-Sachen (wohnen, essen etc.) kaum Geld aus. Ein möglichst hohes monatliches Einkommen hat daher für mich weniger Wert als das persönliche geistige Wachstum.

 

“Wo sehe ich mich in 5 Jahren” ist für jeden, dem diese Frage gestellt wird, mit den eigenen Wünschen und Zielen verbunden. Hier besteht jedoch die Gefahr des immer-mehr-wollens, die ich vermeiden will. 

 

Für mich ist geistiges Wachstum und Zeit mit der Familie deutlich interessanter als noch ein Tausender mehr pro Monat. Dafür bin ich auch bereit, auf ein höheres Einkommen zu verzichten - solange meine Bedürfnisse gedeckt sind. Letztlich muss jeder für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Aber es besteht durchaus die Gefahr, sich nur scheinbar durch eine Online-Tätigkeit mehr Freiheiten zu verschaffen, wenn man am Ende immer nach mehr Einkommen strebt und dadurch die wichtigen Dinge im Leben vernachlässigt.

 


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